Nach einem historisch schlechten ​Bundesliga-Start wurde beim 1. FC Köln vor allem über Cheftrainer Peter Stöger diskutiert. Doch in letzter Zeit wurde auch vermehrt die Kader-Planung der Kölner kritisiert. Nach vielen Verletzungen machte sich bemerkbar, wie wenig hochwertige Optionen dem Europa-League-Teilnehmer auf der Bank zur Verfügung stehen. Jörg Schmadtke, der dafür der Hauptverantwortliche ist, wirft deshalb überraschend das Handtuch. 

Denn wie der 1. FC Köln am Montagabend offiziell mitteilte, wurde der Vertrag mit dem Geschäftsführer Sport in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst. Es ist eine schockierende Nachricht für Köln-Fans, die sich in den vergangenen Jahren beim 53-Jährigen für viele absolute Glückstreffer auf dem Transfermarkt wie Anthony Modeste bedanken konnten. 


Schmadtke wird dadurch als das Sündenbock für die sportliche Misere ausgemacht. Der 1. FC Köln befindet sich nach neun Spieltagen mit zwei Punkten auf dem letzten Tabellenplatz, setzt aber trotzdem sein volles Vertrauen in Stöger, der dem Verein in den vergangenen Jahren eine tolle sportliche Entwicklung verlieh, die im letzten Jahr mit der Europapokal-Rückkehr endete. Mehr Infos folgen. 


Schmadtkes Vertrag wurde erst vor wenigen Monaten bis 2023 (!) verlängert. Als Grund für die Trennung wurden "unterschiedliche Auffassungen im Hinblick auf die zukünftige sportliche Ausrichtung des Clubs" angegeben. 


Präsident Werner Spinner gab folgendes Statement dazu ab: „Jörg Schmadtke hat sehr gute Arbeit für den 1. FC Köln geleistet. Er hat den Verein gemeinsam mit unserem Team zurück in die Bundesliga geführt und einen großen Anteil daran, dass wir nach 25 Jahren die Teilnahme am Europapokal erreicht haben. Dafür sind wir ihm sehr dankbar und ihm gebührt unsere Anerkennung. Für die Zukunft wünschen wir ihm und seiner Familie alles Gute.“


Schmadtke will laut eigener Aussage den Weg frei machen für einen neuen Impuls. Ich möchte mich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit bedanken. Der Mannschaft, dem Trainerteam sowie allen Verantwortlichen wünsche ich für die bevorstehenden Aufgaben alles Gute und viel Erfolg.“