Joshua Kimmich trat bei den Bayern das schwere Erbe von Philipp Lahm an. Doch das junge Ausnahmetalent meistert dieses Herausforderung mit Bravour. Dabei gelingt ihm sogar etwas, was dem ehemaligen Bayern-Kapitän nur äußerst selten gelang: Tore zu erzielen.


Der 22-Jährige ist trotz seiner geringen Körpergröße von 1,76 Meter in letzter Zeit durch sein starkes Kopfballspiel aufgefallen. Letzes beeindruckendes Beispiel seiner Kunst, war das Kopfballtor für die Bayern im Champions-League-Spiel gegen Celtic Glasgow aus gut und gerne elf Metern Entfernung. Der deutsche Nationalspieler gilt als sehr trainingsfleißig. Dabei versucht er sich ständig zu verbessern. Hierfür ist er sich nicht zu Schade, auch das gute, alte Kopfballpendel in seine Trainingsroutine einfließen zu lassen.


So viel Trainingseifer imponiert vor allem Co-Trainer Hermann Gerland. Zum Tiger hat der junge Abwehrspieler ein sehr gutes Verhältnis. „Ich habe kürzlich erst zu ihm gesagt, dass wir mal wieder ans Pendel gehen müssen", so der Torschütze nach dem Spiel gegen die Schotten gegenüber der tz.

Dabei war Kimmich auch ohne Extra-Trainingseinheiten in seiner jungen Karriere bereits fünf Mal mit dem Kopf erfolgreich. Einen simplen Tipp gelte es dabei zu beherzigen: "Der Hermann Gerland sagt immer: Köpf ihn dahin, wo er herkommt."


Eine große Qualität des Youngsters ist es zu erkennen, wann er sich in die Offensive einschalten soll: "Es ist eine Gefühlssache von mir selber, ob der Raum da ist oder nicht.“ Dabei kommt ihm zugute, dass er mit seinem Vordermann Arjen Robben immer besser harmonisiert: "Er weiß, wann komme ich, wann hinterlaufe ich. Und ich kann ihm sagen, ob er innen oder außen zumachen soll."