Die Rückkehr des Triple-Jupp zu den Bayern ist geglückt! Ein FC Bayern voller Spielfreude und Engagement ließ dem SC Freiburg keine Chance, der zwar vereinzelt auch zu eigenen guten Chancen kam, sonst allerdings zu passiv und fehlerhaft agierte.


FC Bayern München  - SC Freiburg 5:0

Tore: 1:0 Schuster (8. ET), 2:0 Coman (42.), 3:0 Thiago (63.), 4:0 Lewandowski (75.), 5:0 Kimmich (93.) 


Das Comeback von Jupp Heynckes ist geglückt: Der 72-Jährige setzte wie erwartet auf Kimmich, Hummels, Boateng und Alaba in der Viererkette, während Javier Martínez auf die Position im defensiven Mittelfeld zurückkehrte. Neben ihm spielte Thiago hinter Robben, Coman, Müller und Lewandowski. Christian Streich brachte den jungen Engländer Ryan Kent in die Startaufstellung, der für frischen Wind sorgen sollte.


Der Kantersieg der Bayern wäre vielleicht so nicht zustande gekommen, wenn jener Ryan Kent seine Chance vor Sven Ulreich in der 6. Spielminute genutzt hätte. Nur einer guten Reaktion des Neuer-Vertreters war es zu verdanken, dass es weiterhin 0:0 stand.


Dann aber legten die Bayern los: mit ordentlich Spielfreude und Engagement ging der Rekordmeister das Spiel an. In der 8. Minute landete eine Hereingabe von Alaba, dessen Formkurve nach oben zeigt, in der Mitte, wo Kapitän Schuster den Ball unglücklich selbst über die Linie drückte. Thomas Müller wäre allerdings einschussbereit gewesen.

FC Bayern Muenchen v Sport-Club Freiburg - Bundesliga

Die Bayern mühten sich, spielten vor allem viele lange Bälle, fanden allerdings noch zu selten den richtigen Mann. In der 35. Minute hätte Mike Frantz einen Fehler von Thomas Müller beinahe zum 1:1 nutzen können, doch dessen Kopfball landete knapp neben dem Tor. ​Das war der endgültige Wake-Up-Call für die Bayern: Kurz vor der Halbzeitpause staubte Coman per Kopf zum Tor ab, zuvor hatte Robben nach seinem typischen Cut-In-Move Schwolow zu einer Parade gezwungen, der den Ball nur unglücklich in die Mitte lenken konnte.

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In der zweiten Hälfte ging es in der 60. Minute erstmals zur Sache. Caglar Söyüncü wurde des Handspiels bezichtigt - Elfmeter für die Bayern. Schiedsrichter Willenborg schaute sich die Szene nach Videobeweis selbst an und nahm den Elfmeter zurück. Ob diese Entscheidung nun richtig war oder nicht, war drei Minuten später egal, denn Thiago traf mit einem eleganten und gut platzierten Fernschuss zum 3:0.


Auch die Einwechslung des Ex-Münchners Petersen oder die bittere Schulter-Verletzung von Javi Martínez konnten den Spieltrieb der Bayern nicht stoppen. In der 75. Minute gewann Müller einen Ball von Söyüncü, Lewandowski erzielte in der Folge frei vor Schwolow sein 9. Saisontor.


Den Schlusspunkt zum 5:0 setzte aber Joshua Kimmich, der nach schöner Kombination per Hacke traf und den Auftakt zum vierten Run des "alten neuen" Bayern-Trainers perfekt machte.


Spieler des Spiels:

Neben Kimmich, Robben oder Martínez glänzte vor allem Thiago Alcántara im Mittelfeld der Bayern. Sei es mit Kabinett-Stückchen oder mit seinem gekonnten Distanz-Tor. Einer der Lieblingsschüler von Carlo Ancelotti - doch auch unter Heynckes kann der Spanier offenbar brillieren.


Flop des Spiels:

Für Julian Schuster war es ein mehr als gebrauchter Tag: Eigentor zum 0:1, nicht konsequent vor dem 0:3 geklärt, einen eigenen Schuss weit über das Tor gesetzt und in der 80. Minute beinahe noch das zweite Eigentor per Kopfball. Ein Spiel zum Vergessen.


Pechvogel des Spiels:

Ist sicherlich Bayerns Javi Martínez, dem die Spielfreude und der Elan auf der Position im Mittelfeld anzusehen war. Für ihn und die Mannschaft bleibt zu hoffen, dass ihn seine Schulter-Verletzung nicht länger außer Gefecht setzen wird.


Tweet des Spiels: