Wenn am Samstagnachmittag die Borussia aus Mönchengladbach Aufsteiger Hannover 96 empfängt, ist es für einen Spieler eine ganz besondere Partie. Julian Korb wechselte erst diesen Sommer zu 96. Zuvor spielte er seit der frühesten Jugend nur für die 'Fohlen'. Nun steht er seinem Heimatverein zum ersten Mal in der Bundesliga als Gegner gegenüber.


Stolze drei Millionen Euro ließen sich die Hannoveraner die Dienste von Korb diesen Sommer kosten. Der Rechtsverteidiger ließ sich auch nicht lange bitten und etablierte sich rasend schnell als erste Option auf der rechten Abwehrseite. In allen Pflichtspielen stand Korb bislang in der Startformation und spielte immer durch.


Auch gegen Mönchengladbach wird Korb wieder in der Startformation des Aufsteigers stehen. Doch gegen seinen alten Heimatverein wird das Spiel alles andere als eine 'normale' Bundesligapartie. Dieser Umstand ist auch 96-Trainer André Breitenreiter durchaus bewusst: "Natürlich ist es für Julian Korb ein besonderes Spiel gegen seinen Heimatverein - und es wäre naiv, ihn nicht zu den einen oder anderen Dingen zu fragen", ließ der Trainer auf der heutigen PK wissen. 


In Gladbach freuen sie sich derweil auf die, wenn auch nur kurze, Rückkehr von Korb. Manager Max Eberl hat für Samstag sogar eine besondere Idee: "Leider konnten wir Julian Korb in der zurückliegenden Saison nicht mehr verabschieden - das holen wir am Samstag nach." Außerdem zeigte sich Eberl ehrlich erfreut, dass "Julian Korb in Hannover Fuß gefasst hat und dort gute Leistungen zeigt."


Klingt nach einem emotionalen Spieltag für Korb. Vor dem Anpfiff wird es offensichtlich jede Menge Wiedersehen und warme Worte geben. Doch wenn das Spiel losgeht, wird Korb seine 'alte' Liebe sicherlich schnell vergessen haben. Schließlich will der 25-Jährige mit 96 die bislang überraschend starke Bilanz weiter ausbauen und Punkte sammeln gegen den Abstieg.