Da Yann Sommer mit einer Innenbanddehnung im Knie voraussichtlich auch gegen Borussia Dortmund nicht einsatzfähig ist, wird der Schweizer wieder von Tobias Sippel vertreten. Und der Ersatztorhüter von Borussia Mönchengladbach stellt klar, dass er seine persönliche Siegesserie im Westfalenland gerne ausweiten würde.


Stolze 493 Tage musste Tobias Sippel auf diesen Moment warten. Am vergangenen Dienstag im Heimspiel gegen Stuttgart (2:0) feierte der Gladbacher Ersatzkeeper sein Comeback nach knapp anderthalb Jahren. Da Yann Sommer aller Voraussicht nach auch am Samstagabend (18.30 Uhr) beim Auswärtsspiel in Dortmund verletzt ausfällt, muss Sippel erneut in die Bresche springen.


„Es wäre optimal, wenn die Serie auch in Dortmund vor 80.000 Fans hält“, erklärt Sippel der Bild. Der 29-Jährige spricht auf seine bisher makellose Bilanz im Dress der Fohlen an. Viermal stand das einst hoch gehandelte Torhütertalent für Gladbach zwischen den Pfosten, viermal gab es drei Punkte und null Gegentore. Ob Sippels Quote weiter anhält? Die Vorzeichen könnten nicht schlechter stehen.

SV Drochtersen/Assel v Borussia Moenchengladbach - DFB Cup

Tobias Sippel (l.) will in Dortmund einen Dreier einfahren



Die vergangenen vier Spiele in Dortmund verloren die Fohlen jeweils. Bei den letzten 15 Partien beim BVB gab es gerade mal vier Punkte für das Team von Dieter Hecking. Sippel muss sich also in Topform präsentieren, um den negativen Trend zu stoppen – und nach dem Kräftemessen gegen die Schwarz-Gelben wieder ins zweite Glied zu rücken. Doch der Ersatzkeeper hat kein Problem damit.


Sippel: „Ich wusste ja, was ich hier mit meiner Unterschrift getan habe. Vor mir ist ein Nationalkeeper, der seinen Job super macht. Ich helfe ihm, indem wir alle die Trainingsqualität auf Topniveau halten.“ An einen vorzeitigen Abschied vom Borussia-Park verschwendet Sippel noch keinen Gedanken. Es sei nicht leicht, bei einem anderen Klub in der Liga Stammtorhüter zu sein, so der ehemalige Lauterer: „Und die Truppe hier ist total in Ordnung, ich gehe jeden Tag glücklich zur Arbeit und genieße dann halt die wenigen Einsätze.“