Die Jugendakademie von Ajax Amsterdam gilt seit Jahrzehnten als eine der produktivsten Europas. In „De Toemkost“- übersetzt „Die Zukunft“ - werden die Elitetalente des niederländischen Fußballs ausgebildet und in so manchen Fällen zu kommenden Weltstars entwickelt. 


Von Clarence Seedorf, über Wesley Sneijder bis hin zu Patrick Kluivert: Kaum ein Fußballfan kennt nicht die Sprösslinge der Amsterdamer Fußballschule. Der neueste Emporkömmling, auf den nun anscheinend auch Borussia Dortmund ein Auge geworfen hat: Matthijs de Ligt. 

Wie die spanischen Zeitung Mundo Deportivo berichtet, hat das 18-jährige Innenverteidigertalent neben Real Madrid und dem FC Barcelona auch die Aufmerksamkeit der BVB-Macher auf sich gezogen.


Und diese wissen durch Peter Bosz bestens um die Qualitäten des Niederländers. Vor rund einem Jahr zog Bosz, damals noch als Trainer des holländischen Traditionsvereins, de Ligt aus der zweiten Mannschaft zu den Profis. Und dieser zahlte dieses Vertrauen mehr als zurück. 


Er entwickelte sich binnen einen Jahres zu einem der Aushängeschilder im jungen Ajax-Gebilde und ist nach seinem Einsatz im Europa-League-Finale gegen Manchester United der jüngste je in einem europäischen Klubfinale eingesetzte Spieler.

Doch besteht beim BVB tatsächlich Bedarf an einem weiteren Innenverteidiger? Hier dürfen zumindest leichte Zweifel gehegt werden. Mit Sokratis und Marc Bartra verfügt die Borussia über ein eingespieltes Duo, an dem sich momentan Neuzugang Ömer Toprak aufreibt. 


Auch der altgediente Serbe Neven Subotic steht noch unter Vertrag und gilt für den Fall der Fälle als Option. Und Neuzugang Zagadou? Der junge Franzose, etatmäßiger Innenverteidiger, muss derzeit die linke Defensivseite der Dortmunder beackern. 


Da aber Raphael Guerreiro und Marcel Schmelzer früher oder später zurückkehren werden und auch Neuzugang Jeremy Toljan schon bald eine Startelfoption darstellt, kann Zagadou zeitnah auch zentral eingesetzt werden. Viel Konkurrenz also für ein noch junges Talent – ob er den Schritt dennoch packen kann, wird wohl sein alter Lehrmeister Peter Bosz am besten beurteilen können