​Er hatte es schon mal leichter: Thomas Müller ist unter Carlo Ancelotti beim FC Bayern nicht mehr völlig unumstritten. Der Angreifer saß zuletzt nur auf der Bank, murrte dann nach Spielende wegen seiner Situation. Nun gibt Kollege Franck Ribéry ihm einen Rat.


Eigentlich galt Müller als Gewinner der Vorbereitung - doch schon am zweiten Spieltag in der Bundesliga setzte es einen herben Dämpfer. Beim Auswärtsspiel in Bremen setzte Ancelotti den deutschen Nationalspieler kurzerhand auf die Bank, erst kurz nach dem 1:0 in der 71. Minute durfte Müller dann ran.


Ersetzt wurde Müller durch Thiago. Der Spanier hatte in der Vorbereitung lange gefehlt - durfte aber direkt wieder für Müller spielen. Deshalb sagte der 27-Jährige nach dem Spiel vor den Journalisten flapsig: "Ich weiß nicht, welche Qualitäten der Trainer genau sehen will. Meine sind scheinbar nicht zu 100 Prozent gefragt".

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Äußerlich wirkt Müller weiterhin locker, innerlich dürfte er angesichts der Situation jedoch nicht gut gelaunt sein. Kollege Ribéry kann das verstehen und weiß, was sich in Müller abspielen muss: "Da denkt man: Das geht doch nicht", sagt Ribéry über einen Bankplatz im Interview mit der ​Bild.


Ribéry: "Müller muss an seine Qualitäten glauben"


Allerdings "muss man das akzeptieren", so Ribéry, der noch hinterher schiebt: "Aber wenn es zu oft ist, ist es natürlich schwierig."

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Schwierig, das war es für Müller schon in der vergangenen Saison, weiß natürlich auch Ribéry. Dennoch gibt er seinem Mitspieler einen Rat: "Thomas ist ein großer Spieler mit großer Qualität. Seine Karriere ist noch lang, er kann noch viele Spiele auf hohem Niveau machen. Er muss weiterarbeiten, an seine Qualitäten glauben."


Ribéry weiß genau, wie schwer es Ancelotti hat, alle Spieler bei Laune zu halten. "Damit alle zufrieden sind, müssen wir 20 gegen 20 spielen und brauchen einen größeren Platz", sagt der 34-Jährige.