Das Kapitel Pierre-Michel Lasogga beim HSV ist vorerst beendet. Der 25-jährige Stürmer wechselt zum englischen Zweitligisten Leeds United. Die beiden Vereine haben sich auf eine einjährige Leihe ohne anschließender Kaufoption geeinigt. Die Hamburger müssen Medienberichten zufolge einen Teil des Gehalts von Lasogga übernehmen. Der bullige Angreifer spielte in den Plänen von Trainer Markus Gisdol keine Rolle mehr und stand in dieser Saison weder im Pokal noch bei den ersten beiden Bundesligaspielen im Aufgebot.


Die Hamburger Verantwortlichen hatten Lasogga zuvor freigestellt, um den Transfer des 25-Jährigen zu forcieren. Die Engländer rangieren nach fünf Spieltagen in der Championship auf Platz drei der Tabelle und hegen Ambitionen auf den Aufstieg in die Premier League. "Wir wünschen Pierre alles Gute für die neue Herausforderung in England und drücken ihm die Daumen im Aufstiegsrennen mit Leeds“, so das Statement von HSV-Sportdirektor Jens Todt zum Abgang. 


HSV und Lasogga - ein teures Missverständnis


An der Elbe besitzt Lasogga noch einen lukrativen Vertrag bis 2019 mit einem Jahresgehalt von rund 3,4 Millionen Euro. Den hatte er nach seiner furiosen Debüt-Saison beim 'Bundesliga-Dino' unterschrieben. Lasogga war in der Spielzeit 2013/2014 von Hertha BSC nach Hamburg verliehen worden und erzielte damals in 20 Spielen starke 13 Treffer. 


Nachdem die Hamburger Lasogga für 8,5 Millionen Euro fest verpflichtet hatten, nahmen seine Leistungen allerdings rapide ab. In den letzten drei Jahren kam er nur noch auf insgesamt 13 Bundesligatreffer. In dieser Zeit hatte er mit vielen Verletzungsproblemen zu kämpfen. Die kürzlich geäußerte Kritik von HSV-Investor Kühne, der Lasogga indirekt als "Lusche" bezeichnete, machte ihm wohl endgültig klar, dass sein Kredit in Hamburg aufgebraucht ist. Mit seiner körperbetonten Spielweise dürfte Lasogga bestens in das englische Unterhaus passen und könnte so seiner Karriere neuen Schwung verleihen.