Breel Embolo befindet sich weiter auf dem Weg der Besserung. Zu einem Comeback in der Bundesliga reicht es nach fast eineinhalbjähriger Verletzungspause aber noch nicht. Der 20-jährige Schweizer soll auch an diesem Wochenende Spielpraxis in Schalkes U23 bekommen. 


Breel Embolo kam im Sommer 2016 für 20 Millionen Euro als teuerster Neuzugang der Vereinsgeschichte nach Schalke. Embolo sollte behutsam aufgebaut werden, ließ am fünften Spieltag mit einem Doppelpack gegen Gladbach aber schon seine ganze Klasse aufblitzen. Eine Woche später in Augsburg folgte der Schock: Nach einem Foul von Konstantinos Stafylidis brach sich der Schweizer Nationalspieler das Fußgelenk. Für Embolo der erste schwere Rückschlag in einer bisher steilen Karriere. Zu allem Überfluss fiel er wegen eines Knochenödems fünf Monate länger aus als geplant. Damit ist Embolo in dieser Saison quasi ein Neuzugang, auch wenn er nach der langen Pause noch etwas Zeit für das Comeback benötigt.

FC Augsburg v FC Schalke 04 - Bundesliga

Embolo noch nicht bei 100 Prozent - Probleme bei hoher Intensität


Domenico Tedesco wird sicherlich froh sein, wenn der offensiv flexibel einsetzbare Embolo wieder eine ernsthafte Alternative darstellt. Schalkes Angriff ist mit Burgstaler und Di Santo nicht gerade üppig besetzt, auch wenn der Argentinier am ersten Spieltag gegen Leipzig eine gute Leistung ablieferte. Doch der neue Trainer auf Schalke will nichts überstürzen: "Ab der 30., 35., 40. Minute ist es immer weniger geworden", so das Urteil von Tedesco zum ersten Einsatz Embolos in der Schalke-Reserve letzte Woche. Bei hohen Intensitäten tue sich Embolo noch schwer, was aber völlig normal sei. "Er braucht einfach noch Zeit, dazu sind die Einsätze in der U23 sicherlich von Vorteil", meint der 31-Jährige.


Embolo zeigt Eigeninitiative


"Er kam von sich aus auf das Trainerteam und die Lizenzabteilung zu und hat gefragt, ob er bei uns spielen darf, um sich Wettkampfbelastung zu holen", verriet Onur Cinel, Trainer der U23. Zum ersten Spiel beim Schalker Nachwuchsteam sagte der 32 Jahre alte Trainer-A-Lizenz-Inhaber: "Man muss berücksichtigen, dass Breel lange verletzt war. Er hat bei uns in einer Mannschaft gespielt, die er so nicht kennt. Ich finde, dafür sah das alles schon sehr geschmeidig aus."


An Einsatz scheint es Embolo jedenfalls nicht zu mangeln. Der Schweizer dürfte mit diesem Willen schon bald wieder eine Option bei den Profis sein - und will dann endlich richtig durchstarten.