Der brasilianische Nationalspieler Douglas Costa ist schon seit mehreren Wochen Geschichte an der Säbener Straße, dennoch lässt den Präsidenten des FC Bayern die Personalie nicht so recht los. Im Interview mit der Frankenpost ledert Uli Hoeneß erneut gegen die Mentalität des ehemaligen Spielers.


Seit über einem Monat ist Douglas Costa nun schon an den italienischen Meister Juventus Turin ausgeliehen, dennoch scheint die Personalie nach wie vor das Gemüt von Uli Hoeneß zu erhitzen. Im Interview mit der Frankenpost äußerte sich der Präsident des deutschen Rekordmeisters erneut zum Brasilianer, der in den vergangenen beiden Jahren beim FC Bayern auf der Außenbahn spielte. Nachdem Costa eine famose erste Hinserie im Trikot der Roten gespielt hatte, flachte sein Niveau immer mehr ab und er war immer seltener eine Verstärkung für die Münchner.

Angesprochen auf die Lücke, die sich hinter den beiden Altstars Franck Ribery und Arjen Robben langsam aber sich auftut, erklärte der 65-Jährige: „Wir werden so lange basteln, bis wir wieder die richtigen Spieler haben. Costa hat nicht funktioniert, weil er ein ziemlicher Söldner war, der uns charakterlich nicht gefallen hat.“ Dagegen sei der zweite Ersatzmann Kingsley Coman ein „riesiges Talent“, welches sich an der Isar durchbeißen muss. „Wenn das wider Erwarten nicht klappen sollte, müssen wir uns solange umschauen, bis wir Ersatz gefunden haben.“

Man werde sich allerdings hüten, mit den Millionen um sich zu werfen, wie es aktuell manch anderer Klub betreibt: "Die Vereine, die jetzt so viel Geld ausgeben, wie Paris und Manchester City, haben bis jetzt gar nichts gewonnen. Ich mache mir insofern keine Sorgen, dass das große Geld letztendlich auch die Titel gewinnt.“ Auch mit Investoren will sich Hoeneß darauf nicht einlassen: „Das können wir morgen haben, aber das wollen wir nicht. Es gibt viele Leute, die Milliarden in den FC Bayern investieren würden. Aber wir alle miteinander finden, das ist nicht der richtige Weg.“