Mit seinen millionenschweren Investitionen hält Klaus-Michael Kühne den Hamburger SV bereits seit einigen Jahren über Wasser. Inzwischen holt der schwerreiche Investor regelmäßig zum Rundumschlag aus. Sein nächstes Opfer: Sorgenkind Pierre-Michel Lasogga.


Der Logistik-Unternehmer denkt scheinbar ernsthaft darüber nach, seine finanziellen Einlagen, die er dem Hamburger SV in den vergangenen Jahren zusprach, runterzufahren oder sogar ganz einzustellen. „Ich bin etwas frustriert und werde wesentlich zurückhaltender sein als bisher. Ich war einfach zu unkritisch“, sagt der 80-Jährige im Interview mit dem Spiegel.

Hamburger SV Training Session

Pierre-Michel Lasogga ist in der Schusslinie von Klaus-Michael Kühne



Für die noch geplante Verpflichtung eines neuen Außenverteidigers wird es keine finanzielle Schützenhilfe vonseiten des Milliardärs geben. „Da habe ich mich verweigert“, erklärt Kühne, der auf die Frage, ober die Unterstützung des HSV weiterhin aufrechterhalten werde, antwortet: „Man soll nie nie sagen. Ich halte eine neue Motivation für nicht ausgeschlossen und bin nicht dogmatisch.“


Neben Sportchef Jens Todt, dem „ein Schuss Genialität“ fehle, schießt sich Kühne vor allem auf Pierre-Michel Lasogga ein: „Der HSV ist ein Phänomen, weil die Luschen immer hier hängenbleiben.“ Er wisse gar nicht, ob er mit einer Investition am Transfer Lasoggas beteiligt war: „Musste der nach einer halben guten Saison mit einem Fünfjahresvertrag und einem Jahresgehalt von über drei Millionen Euro ausgestattet werden“, fragt Kühne. „Das war Harakiri, der Flop des Jahrhunderts.“