Borussia Mönchengladbach hat einen neuen Rekordtransfer eingetütet. 17 Millionen Euro zahlt Mönchengladbach für Matthias Ginter. Nun gab der Innenverteidiger ein Interview mit der BILD und sprach unter anderem über seine Karriere, die Zukunft bei den Fohlen und über das Duell: Dortmund gegen Gladbach. 


„Ich sehe die Summe als Ansporn. Und ich empfinde vor allem Dankbarkeit, dass Gladbach den Willen hatte, für seine Verhältnisse so viel Geld für mich in die Hand zu nehmen", erklärte der Neuzugang gleich zu Anfang. „Ich spüre schon, dass meine Leistungen anerkannt werden. Aber richtig ist auch: Wir leben in einer Zeit, in der morgen schon wieder vergessen wird, was du heute erreicht hast. Deshalb muss man immer wieder neu Vollgas geben und sich neu beweisen.“

Der 23-Jährige wechselt nach der Rolle als Back-Up-Spieler bei Borussia Dortmund in eine Führungsposition bei Borussia Mönchengladbach. Eine Rolle, für die er längst bereit ist: Der A-Nationalspieler gewann jüngst den Confed Cup und den DFB Pokal. Darüber hinaus absolvierte er bereits dutzende Spiele in den internationalen Wettbewerben. Selten gibt es solch erfahrene Spieler in diesem Alter. Ginter kündigt deswegen an: "Ich will durch Leistung vorangehen, nicht durch große Töne. Ich möchte in den Spielen präsent sein, wenn es hitzig oder eng wird. Und mit meiner Erfahrung kann ich auch jungen Spielern auf und neben dem Platz einiges weitergeben.“

Eintracht Frankfurt v Borussia Dortmund  - DFB Cup Final 2017

Will auch mit Gladbach Titel gewinnen: Matthias Ginter (r.)



In der vergangenen Saison absolvierte der Innenverteidiger 42 Pflichtspiele für die Schwarz-Gelben, doch die Öffentlichkeit nahm das nie so richtig wahr - auch wegen seiner Vielseitigkeit, wie Ginter vermutet: „Ich habe in Dortmund drei schöne Jahre erlebt und war auch Stammspieler. In der Öffentlichkeit, so habe ich es zumindest empfunden, wurde ich eher als Ersatz gesehen. Vielleicht lag das an meiner Vielseitigkeit. Mal spielte ich innen, mal rechts, auch mal auf der Sechs. In Gladbach erhoffe ich mir Konstanz auf der Position und will auch Verantwortung tragen.“


Auf dem Papier könnte Ginters Wechsel von der einen zur anderen Borussia als Rückschritt gewertet werden. Der Weltmeister hat allerdings gute Gründe für seine Entscheidung: „Weil ich das Potenzial dieser jungen, hungrigen Mannschaft sehe. Und es mich überzeugt hat, dass Gladbach so hartnäckig um mich gekämpft hat", stellte er klar und verriet dazu: "Der Verein hat schon zum dritten Mal versucht, mich zu holen. Trainer Dieter Hecking zum zweiten Mal, er wollte mich auch mal nach Wolfsburg lotsen.“