Der SV Werder Bremen schaut sich laut eigener Aussage von Sportchef Frank Baumann auf dem Transfermarkt nach einem weiteren Innenverteidiger um. Noch ist der 41-Jährige allerdings nicht fündig geworden. Eine Alternative haben die 'Grün-Weißen' bereits in ihren eigenen Reihen: Jesper Verlaat.

Bei der Suche nach einem fünften Innenverteidiger neben Niklas Moisander, Lamine Sané, Luca Caldirola und Milos Veljkovic, müsse man "von einer möglichen Lösung restlos überzeugt sein", erklärte Baumann gegenüber der WerderStube.

​Falls dies nicht der Fall sein wird, wäre Werders U23-Profi Jesper Verlaat "eine denkbare Variante". Bereits der Vater des 21-jährigen Holländers Frank Verlaat agierte von 2000 bis 2003 im Abwehrzentrum der Bremer.

​"Wir haben immer betont, dass Jesper ein Kandidat ist, und das ist mit ihm auch so besprochen", sagte Werders Geschäftsführer Sport und meint damit, dass Jesper Verlaat die letzte Baustelle in der Bremer Defensive schließen könnte.

Preussen Muenster v Werder Bremen II - 3. Liga

In der vergangenen Drittliga-Saison absolvierte Jesper Verlaat 35 von 38 Spiele

​Alexander Nouri möchte einen jungen, talentierten und entwicklungsfähigen Spieler haben - Erfahrung spielt keine große Rolle. Die Hanseaten könnten, falls Baumann einen solchen Spieler auf dem Markt nicht findet, also schon jetzt dem Niederländer die Chance bei den Profis geben. 

​Verlaats Trainer der U23 Florian Kohlfeldt geht davon aus, dass sein Defensiv-Talent Anfang Juli mit den Profis in das Trainingslager im österreichischen Zillertal fährt. "Er wird 
die ersten zwei Wochen der Vorbereitung bei uns bleiben und dann bei den Profis miteinsteigen."

​Baumann: Kein großer Druck

Druck bei der Suche nach einem weiteren Innenverteidiger habe der Sportchef nicht, so Baumann. Bis Mitte August hat der ehemalige Werder-Akteur noch Zeit. Aber es scheint so, als könne man sich auch mit der Variante Verlaat sehr gut anfreunden.