Nach der vergangenen, nicht ganz hasenreinen Saison des FC Schalke 04, steht Trainer Markus Weinzierl auf dem Prüfstand. Ein enttäuschender Platz zehn sprang am Ende für die königsblaue Equipe heraus, was den traditionell hohen Ansprüchen der Fans freilich nicht genügte. In der neuen Saison soll nun alles besser werden. Die Vereinsverantwortlichen wollen nochmals zwischen 20 und 30 Millionen Euro in die Hand nehmen, um den Kader aufzubessern. Fakt ist: Weinzierl ist angezählt – und könnte schon bald durch einen hoch gehandelten Trainer ersetzt werden.


Gegenüber ukrainischen Medien holte Yevhen Konoplyanka vor Kurzem zum Rundumschlag gegen seinen Trainer Markus Weinzierl aus. Der Ukrainer, der sich von seinem Wechsel zum FC Schalke 04 sichtlich mehr erhoffte, beflegelte seinen ‚Vorgesetzten‘ unter anderem als „Feigling“. Der Großteil der Fans hatte sich hinter dem schnellen Flügelstürmer positioniert. Im Netz war sogar oftmals die Rede davon, dass Weinzierl schlichtweg nicht zu den Knappen passe.

Coaching Award Ceremony & Closing Event UEFA Pro Coaching Course 2015/2016

Abschluss mit 1,0: Domenico Tedesco (l.) neben Julian Nagelsmann


Nach nur einer Saison im Schalker Haifischbecken steht Weinzierl im Kreuzfeuer der Kritiker. Sollte der ehemalige Augsburger wie schon in der vergangenen Runde den Start in den Sand setzen, dürfte sich das königsblaue Kapitel für ihn schnell beenden. Schon jetzt wird über einen möglichen Nachfolger spekuliert. Nach Angaben der Bild ist der junge Domenico Tedesco ins Visier des siebenmaligen Deutschen Meisters geraten.


Tedesco, der neue Star am Trainer-Firmament 


Der 31-Jährige, der in der Vergangenheit auch mit dem vakanten Trainerposten bei Bayer Leverkusen in Verbindung gebracht wurde, brachte gerade seine ersten Spiele als Coach im Profibereich hinter sich. Nach Jahren in den Jugendabteilungen des VfB Stuttgart und der TSG Hoffenheim, nahm der arrivierte Deutsch-Italiener das Angebot vom abstiegsbedrohten Zweitligisten Erzgebirge Aue an, wo er bis 2018 unterschrieb.


Und die Veilchen werden diesen Schritt, auf einen im Profibereich noch unerfahrenen Trainer zu setzen, mit Sicherheit nicht bereut haben. Aus schon fast aussichtsloser Tabellensituation brachte Tedesco die Auer zum Saisonschluss auf den 13. Tabellenplatz. Seine Bilanz: Elf Spiele, sechs Siege, zwei Unentschieden und drei Niederlagen. Und Schalkes Sportvorstand Christian Heidel ist durchaus dafür bekannt, auf vermeintliche No-Names zu setzten. In seiner Mainzer Zeit installierte der Manager erst Jürgen Klopp und danach Thomas Tuchel.