Für Kingsley Coman war es beim FC Bayern alles andere als ein gutes Jahr. Unter Trainer Carlo Ancelotti kam der talentierte Franzose verletzungsbedingt nicht zum Tragen, auf den Außenbahnen war die Konkurrenz zu groß. Im April nahm der Münchner Vorzeigeverein den Flügelrenner fix unter Vertrag. Zuvor gab es aber vor allem von Spielerseite aus Zweifel an einem längerfristigen Engagement in der bayrischen Landeshauptstadt.


Zehnmal stand Kingsley Coman in der vergangenen Bundesligasaison von Beginn an auf dem Platz. Der 20 Jahre alte Franzose, der sich auf den Flügeln am wohlsten fühlt, hatte gegen die Oldie-Konkurrenz um Arjen Robben und Franck Ribéry nicht den Hauch einer Chance. „Das war ein kompliziertes Jahr für mich“, sagt der Nationalspieler im kicker.

Bayern Muenchen v SC Freiburg - Bundesliga

 Kingsley Coman spielte mit dem Gedanken zu wechseln



Trotz der anders stehenden Vorzeichen machten Coman und der FC Bayern Ende April Nägel mit Köpfen: Via Kaufoption würde der Sprinter bis 2020 an der Isar verankert – für eine Ablösesumme in Höhe von 21 Millionen Euro. Dass dieser Deal über die Bühne geht, war aber vor allem für Coman keinesfalls selbstverständlich. Aufgrund eines Kapselrisses im Sprunggelenk fehlte er wochenlang, die Blessur warf ihn sichtlich aus der Bahn.


Verletzungen haben Coman ausgebremst


„Das hat mich ganz schön ausgebremst“, stellt Coman fest, „vielleicht hat danach auch ein wenig das Vertrauen des Trainers gefehlt.“ Er sei im Anschluss in eine Mannschaft zurückgekommen, die funktionierte. Deshalb sei es schwierig gewesen, einen Platz in der Equipe zu erobern, so Coman, der unter anderem mit dem Gedanken spielte, den deutschen Rekordmeister wieder zu verlassen.


„Ich habe darüber nachgedacht, den Verein zu verlassen, ja“, räumt der Franzose ein. In mehreren Gesprächen mit Vereinsvertretern habe er aber das Gefühl vermittelt bekommen, „dass sie mir auf lange Sicht vertrauen, auch schon nächste Saison. Sie sagten, ich soll weiterarbeiten und dann würden sich die Dinge richten.“ Für Coman sind Spielminuten insbesondere für seine Rolle in der Nationalmannschaft wichtig, die die kommenden drei Spiele ohne den ambitionierten Flügelmann bestreiten wird.