Wie auch bei anderen treffsicheren Stürmern wird auch Pierre-Emerick Aubameyang, je näher es dem Saisonende entgegengeht, mehr und mehr Gegenstand verschiedenster Spekulationen. Sollte der Gabuner in diesem Sommer tatsächlich wechseln, müsste der BVB für schlagkräftigen Ersatz sorgen. Diesen aber könnten die Schwarzgelben bereits in den eigenen Reihen haben.


Wer soll bloß Pierre-Emerick Aubameyang ersetzen? Diese Frage umtreibt die Fans von Borussia Dortmund wahrscheinlich den zweiten Sommer in Folge, denn der Gabuner wird erneut von vielen Klubs umworben. Verständlich, bei 36 Treffern in 43 Pflichtspielen für den BVB. Daher geht auch die Suche nach einem möglichen Nachfolger in die nächste Runde. Dabei könnten die Borussen diesen bereits in den eigenen Reihen haben.

Denn mit Etienne Amenyido hat sich in der U19-Saison der Dortmunder ein Youngster in den Vordergrund gespielt, den vorher kaum jemand auf dem Zettel hatte. Eigentlich war der Angreifer immer nur die Nummer zwei hinter Janni Serra, der sich jedoch im vergangenen Sommer mit einem Kreuzbandriss schwer verletzte. So musste Amenyido einspringen. Und der in Herford geborene Nachwuchsmann lieferte.


Schule so wichtig wie Fußball


In 26 Spielen in der A-Junioren Bundesliga West erzielte er zwölf Treffer und bereitete drei weitere Tore vor. Auch in der UEFA Youth League überzeugte der Rechtsfuß. In acht Partien netzte er dreimal selbst, zweimal assistierte er. Das brachte ihm inzwischen vier Spiele in der U19-Nationalmannschaft, wo er ebenfalls groß auftrumpfte. In vier Spielen erzielte er bereits vier Tore.

Aktuell macht der 19-Jährige sein Abitur und zeigt so ganz nebenbei, dass er weiß, worauf es im Leben wirklich ankommt. „Schule steht bei mir auf einer Stufe mit dem Fußball“, erklärte er in einem Interview mit dem DFB. „Das hat natürlich einerseits mit den Verletzungen zu tun, andererseits weil ich mir ein zweites Standbein schaffen möchte. Man weiß nie, was passiert. Wenn es mal im Fußball nicht klappt, möchte ich auf demselben Level wie meine gleichaltrigen Klassenkameraden sein und mir alle Optionen offenhalten.“


Vorbilder in den eigenen Reihen


Seine Stärken beschreibt die Sport Bild dabei als eine gute Mischung aus dem klassischen Strafraumstürmer und dem mitspielenden Angreifer. Er gilt als abschlussstark, beidfüßig und hat ein gutes Gefühl für den Raum, zudem soll er eine hohe Spielintelligenz besitzen. Dagegen soll sein Kopfballspiel noch ausbaufähig sein, mit dem Timing soll es ebenso hapern wie mit der Defensivarbeit.


Die Perspektive ist in jedem Fall gegeben, denn mit Felix Passlack und Dzenis Burnic hat er zwei Teamkollegen, die schon ein und ausgehen bei den Profis. „Ich war bei ein paar Testspielen mal im Kader. Aber der Sprung zu den Profis ist auf jeden Fall mein Ziel. Man sieht an den Jungs, wie schnell es gehen kann, wenn man seine Leistung kontinuierlich abruft“, so Amenyido. Mit einem Wechsel von 'Auba' dürften seine Perspektiven in jedem Fall steigen.