Gestern war mal wieder ein Feiertag in der Commerzbank Arena. Die Adler aus Frankfurt schlugen Spitzenklub Borussia Dortmund mit 2:1 und zogen somit am BVB vorbei auf Platz Drei. Mal wieder über die volle Spielzeit stand Mijat Gacinovic auf dem Platz. Der Linksaußen war ein ständiger Unruheherd und leitete einige Frankfurter Chancen ein. Wer hätte das nach seiner letzten Saison gedacht.


Als der Serbe im Sommer 2015 von Vojvodina Novi Sad nach Frankfurt kam galt er als talentierter Flügelstürmer, der die Mannschaft verstärken sollte. Daraus wurde jedoch erst mal nichts. Elf Monate spielte Gacinovic bei der Eintracht beinahe keine Rolle. Der Stammplatz auf der Bank war ihm sicher und er galt als Transferflop schlechthin. Das Talent konnte ihm jedoch keiner aberkennen. Seit Niko Kovac das Traineramt übernommen hat, blüht der 21-Jährige auf.


Das Spiel gegen den BVB war nicht die erste starke Partie des jungen Serben. Erst im Spiel davor gegen den 1.FC Köln wurde er zum Matchwinner und schoss das entscheidende Siegtor. Dadurch ist der Linksaußen nicht mehr aus dem Team wegzudenken. Neben Fabian und Huszti ist er die Überraschung im Team, alle drei kamen letztes Jahr und galten als Transferflops. Der Trainer machte sie zu Top-Transfers.

Doch noch immer hat Gacinovic einige Kritiker im Fanlager der Eintracht. Gegen Darmstadt im September war es sein Ballverlust, der kurz vor Schluss zum Gegentor und der Niederlage führte. Danach geriet der junge Spieler ins Visier der Kritiker. Doch Kovac stellte sich vor seinem Spieler und dieser zahlt es seitdem mit starken Leistungen zurück. Wieselflink und Dribbelstark kommt er über die linke Seite und sorgt immer wieder für Torgefahr. Zudem arbeitet er immer gut mit nach hinten und stärkt so den Defensivverbund.


Der Serbe bleibt ein Mann für besondere Momente und geniale Ideen, die einem Spiel eine unerwartete Wendung geben können. Gewiss muss er noch eine höhere Konstanz in seine Leistungen bekommen, aber mit 21-Jahren kann Gacinovic noch eine Menge lernen und zum entscheidenden Mann für die Eintracht werden.

Unvergessen bleiben seine Leistungen in der Relegation. Seinem Tor im Hinspiel und seinem Assist im Rückspiel gegen den 1.FC Nürnberg verdanken die Frankfurter, dass sie jetzt noch in der Bundesliga spielen.


Diese Spiele scheinen ihm immer noch Aufschwung zu geben und so fliegt der Adler durch diese Saison von Erfolg zu Erfolg.