​Am 8. Spieltag der Fußball-Bundesliga hat der 1. FC Köln mal wieder verloren - Hertha BSC gewann zu Hause mit 2:1. Trotz der Niederlage bleibt man beim Effzeh gelassen. Der Kurs, den die Stöger-Truppe eingeschlagen hat, ist nach wie vor richtig, auch wenn es diesmal zu keinem Punktgewinn reichte.


Ein ungewohntes Gefühl für den 1. FC Köln: Nach 13 Spielen in Folge verliert der Effzeh wieder ein Spiel. Gegen starke Berliner unterlag der FC auswärts mit 2:1. Diese Niederlage war nicht unbedingt zwingend erforderlich, dennoch kann man auch nicht davon sprechen, dass Hertha unverdient gewonnen hätte. Folgende Erkenntnisse kann man auch aus dieser Niederlage ziehen:


Viel Pech dabei 


Der Effzeh musste die erste Saisonniederlage nicht hinnehmen, da er chancenlos unterlegen war. Es war vielmehr eine Aneinanderreihung von Umständen oder strittigen Entscheidungen, die nicht positiv für den FC liefen, die dazu führten, dass die Geißböcke erstmals das Feld als Verlierer verlassen mussten. Zweimal scheiterten die Kölner am Pfosten und Schiedsrichter Frank Willenborg verwehrte den Rheinländern einen Handelfmeter in der 13. Spielminute, als Ex-Kölner Mitchell Weiser aus kurzer Distanz den Ball an den Arm bekam. „Wenn wir eine Woche vorher über ein angebliches Handspiel von Yuya Osako im Strafraum sprechen – dann ist das klar Hand“, analysierte Kölns Sportchef Jörg Schmadtke.


 Modeste trifft weiter


Auch gegen die Herthaner netzte Anthony Modeste wieder. Auf den FC-Stürmer kann man einfach bauen. Für Modeste war es bereits der achte Treffer im achten Bundesligaspiel.

​​Comeback-Qualitäten


Auch wenn es nicht zu einem Punkt gereicht hat, der Effzeh macht sich nach einem Rückstand nicht ins Hemd. Durch den Treffer von Modeste in der 65. Spielminute konnten die Rheinländer den Rückstand zwischenzeitlich ausgleichen. Niklas Stark brachte die Kölner dann in der 74. Minute endgültig auf die Verlierer-Straße. Es ist auffällig, dass Stöger seine Mannen dahingehend gereift hat, dass bei einem Rückstand die Bälle eben nicht weit und hoch nach vorne gedroschen werden, sondern weiterhin versucht wird, konstruktiv Fußball zu spielen.

1. FC Koeln v SC Freiburg - Bundesliga

Kadertiefe


Der 1. FC Köln hat in dieser Saison mehr Qualität im Kader. Es können immer wieder neue frische Spieler in eine Partie gebracht werden, ohne dass es einen großen Qualitätsunterschied gibt. Gegen Hertha war die Effzeh-Bank mit folgenden Spielern besetzt: Leonardo Bittencourt, Simon Zoller, Artjoms Rudnevs, Dominic Maroh, Pawel Olkowski, Salih Özcan und Ersatzkeeper Thomas Kessler. Über solch eine Bank würden sich viele andere Bundesligisten freuen.


Auch nach der ersten Bundesliga-Niederlage ist der Effzeh gut beraten, wenn sie einfach so weitermachen. Der Kurs stimmt!

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