Ein unfassbares Traumtor vom Fürther Ilir Azemi in der Regionalliga. Auf diesen Abschluss wären die Superstars aller Top-Ligen der Welt stolz! Umso beindruckender ist der Treffer in Anbetracht der schwierigen Zeit, die hinter dem 24-jährigen Profi liegt. 


Hinter Azemi liegt eine lange Leidenszeit: Am 7. August 2014 erlitt der Stürmer eine Lungenquetschung und mehrere Knochenbrüche. Zudem wurde Azemi im Februar wegen einer Schlägerei in einer Diskothek zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.


Der Kosovare bestritt in dieser Saison nach 19 Monaten die ersten Pflichtspiele für die Kleeblätter aus Fürth. Bislang spielte er nur zum Großteil in der Regionalliga Süd, erzielte dort in fünf Spielen aber drei Tore und legte drei weitere Treffer vor - aber an diesem Spieltag debütierte der 24-Jährige im Zweitligaspiel gegen die Würzburger Kickers, Fürth verlor mit 0:3, und Azemi spielte 10 Minuten. Ein großer Erfolg! 


"Ganz ehrlich? Ich versuche die Gedanken an den Unfall zu verdrängen. Aber natürlich holt mich die Erinnerung immer wieder ein. Im Fürther Klinikum war ich an einige Geräte angeschlossen, ich habe mich so hilflos gefühlt. Nur meine Mutter, meine Schwester und ein Arzt waren da." 


"Der Arzt meinte, ich könne froh sein, dass ich noch lebe. Ich konnte meine Körperteile gar nicht bewegen - bis auf die Hände. So konnte ich wenigstens selbstständig essen. Aber bei einem Beckenbruch kann man den Oberkörper nicht aufrichten, die Beine nicht bewegen. Alles tat weh. Das war unerträglich." 


"Ich habe keine Ahnung, wie ich das ohne Schmerzmittel ausgehalten hätte. Selbst das Atmen fiel mir wegen der Lungenquetschung schwer. Das wurde erst nach zwei, drei Wochen besser", so Azemi in Magazin ​11 Freunde über seinen Autounfall.