​Wer kennt ihn noch? Der damalige Werder-"Flop" Aymen Abdennour - 2010 spielte der ehemalige Linksverteidiger für ein halbes Jahr auf Leihbasis beim damaligen Champions-League-Teilnehmer Werder Bremen - und floppte. 

SV Werder Bremen v VfB Stuttgart - Bundesliga

Der sympathische Tunesier lernte sehr schnell Deutsch, trainierte immer mit größtem Einsatz, aber in seinen acht Pflichtspiel-Einsätzen konnte der damals 21-Jährige fast nie überzeugen. In Erinnerung blieben vor allem die katastrophalen Auftritte gegen die Bayern und in Mönchengladbach, als über seine linke Abwehrseite nahezu jeder Angriff des Gegners eingeleitet wurde. 


Die Kritik am damaligen Neuzugang empfand der ehemalige Werder-Trainer Thomas Schaaf als nicht gerechtfertigt und erklärte: „Ich überlege, ob ich Aymen nicht schützen muss und ihn aus der Schusslinie nehme. Hier wurde jemand zum Sündenbock gemacht. Das hat er nicht verdient.“ Nichtsdestotrotz lief es weiterhin schlecht für Abdennour und er kehrte im Sommer zu seinem festen Arbeitgeber ES Sahel nach Tunesien zurück. 

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Nach einer Spielzeit bei seinem Klub in Tunesien folgte im Sommer 2012 für 500 Tausend Euro der Wechsel zum französischen Erstligisten FC Toulouse - dort startete der heute 27-Jährige komplett durch und gelangte mit sehr guten Leistungen sogar in das Radar vom FC Arsenal. 


Statt zum FC Arsenal wechselte der tunesische Nationalspieler dann doch zum damaligen Champions-League-Teilnehmer AS Monaco. Auch da reifte der heutige Innenverteidiger schnell zu einer unumstrittenen Stammkraft heran und erhöhte seinen Marktwert auf 10 Millionen Euro. Nach insgesamt 101 Ligue 1-, 10 Champions League- und 4 Europa League-Spielen wechselte Abdennour  2015 für 22 Millionen Euro zum FC Valencia. Dort kam er in der vergangenen Saison in 32 Pflichtspielen zum Einsatz - aktuell ist der Tunesier aufgrund einer Oberschenkelverletzung vorerst weiterhin außer Gefecht gesetzt.  

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Tja, so läuft das - und vor allem passt das zum "Untergang" von Werder Bremen: Denn 2010 spielte man noch in der Champions League und lehnte so einen Verteidiger ab - heute wäre Abdennour mit Abstand der beste Verteidiger in der Mannschaft und unumstrittener Stammspieler. So läuft das im Fußballgeschäft...