MOENCHENGLADBACH, GERMANY - FEBRUARY 03:  Julian Korb and Thorgan Hazard of Borussia Moenchengladbach challenge Mike Frantz of SC Freiburg during the Bundesliga match between Borussia Moenchengladbach and SC Freiburg at Borussia Park Stadium on February 3, 2015 in Moenchengladbach, Germany.  (Photo by Dennis Grombkowski/Bongarts/Getty Images)

Freiburg vor Rekord-Serie: So gefährlich ist der Sportclub für die 'Fohlen'

​Vierzehn Jahre liegt der letzte Erfolg der 'Elf vom Niederrhein' im Breisgau zurück. Damals hießen die Protagonisten in Gladbach noch Jörg Stiel, Marcel Witeczek, Peer Kluge und Peter van Houdt und es stand eine Weltmeisterschaft in Japan und Süd-Korea an, Michael Ballack war der neue Stern am Leverkusener Bundesligahimmel. Seither konnte die Borussia nicht mehr in Freiburg gewinnen, fünf der letzten sechs Spiele erzielte man aus Sicht des VfL nicht mal einen Treffer. Hier seht ihr fünf Gründe, warum sich daran auch nach dem 2. Spieltag der Saison 2016/17 nichts ändert.

5. Selten guter Saisonstart

​Experten in Sachen 'gute Starts' sind die 'Fohlen' nicht. Jannik Sorgatz, Redakteur der Rheinischen Post, verglich die Mannschaft der Borussia – natürlich mit einem lachenden Auge – mit Usain Bolt. Schwacher Start, aber die Sprinteigenschaften holen es schon irgendwie heraus. So stellte der Journalist fest, dass der Borussia zwei Siege in eine neue Spielzeit zuletzt in der Saison 1995/96 gelungen waren. Immerhin schon über zwanzig Jahre her.

4. Gefährlich bei Standards

​In der letzten Saison hat sich bei den 'Fohlen' eine Schwäche bei gegnerischen Standardsituationen eingeschlichen. Siebzehn Gegentreffer musste das Team von Coach Andre Schubert in der vergangenen Spielzeit nach einem ruhenden Ball schlucken, nur Bremen war mit zwanzig Gegentoren noch schlechter. Wie passend für Freiburg, das dies eine der Stärken des Aufsteigers ist. In der letztjährigen Aufstiegssaison schoss kein Team in der zweiten Liga mehr Tore nach Standards, als der SCF. 26 Tore waren es in der letzten Saison, gegen Berlin war die Mannschaft von Christian Streich bereits erneut mit einem Standard erfolgreich.

3. Laufstärke

​Bislang waren die Gladbacher immer oben mit dran, was die Laufstärke der einzelnen Mannschaften und Akteure anging. Mit den Kilometerfressern Christoph Kramer, der in diesem Sommer zurückgekehrt ist und das Level sogar noch anheben dürfte, und Mahmoud Dahoud hat die Borussia eines der lauffreudigsten Sechser-Duos der gesamten Liga. Trotzdem wurden die 'Fohlen' vom SC Freiburg am ersten Spieltag in den Schatten gestellt, denn die Breisgauer waren das laufstärkste Team des ersten Spieltages in der Bundesliga.

2. Taktische Flexibilität

​Neben der Laufstärke und der Stärke über Standards zeichnet das Team von Christian Streich auch eine hohe taktische Flexibilität aus. Vor allem in der Defensive ist die Mannschaft extrem wandelbar und kann sich so blitzschnell auf neue Situationen einstellen. Wann immer es nötig ist, kann die Abwehr auf Dreier-, Vierer- oder Fünferkette umstellen und sich so je nach Spielverlauf ganz auf ihren Gegner einstellen.

1. Keine Länderspielanstrengungen

​Während bei den 'Fohlen' acht Spieler mit A-Nationalmannschaften unterwegs waren, von Guinea über die USA bis in die Schweiz, hatte der SCF nur drei Abstellungen. Amir Abrashi (Albanien), Aleksandar Ignjovski (Serbien) und Caglar Söyüncü (Türkei) hatten zudem nur wenige Flugstunden zu bewältigen. So hatte Christian Streich seinen Kader größtenteils auf dem Trainingsplatz, während in Gladbach gleich zwölf Spieler unterwegs waren. Auch das könnte am Ende ein Vorteil für die Freiburger sein, die ausgeruhter und eingespielter sein könnten.