Mats Hummels war einer der meist diskutierten Personalien im diesjährigen Sommer. Der Abwehrhüne wechselte für einen erheblichen Betrag von Borussia Dortmund zum Erzrivalen FC Bayern München. In einem Interview betont der Nationalspieler, was ihm schlussendlich in Westfalen gefehlt hat und warum er sich für eine Rückkehr an die Säbener Straße entschied.


Nach acht Jahren und 309 Pflichtspieleinsätze für Borussia Dortmund war für Mats Hummels in diesem Sommer Schluss an der Strobelallee. Für satte 35 Millionen Euro kehrte der Nationalspieler zum FC Bayern München zurück, für den er bereits in der Jugend gegen das lederne Spielgerät trat. Pikante Details über seine Rückkehr zum Deutsche Rekordmeister lässt der 27-Jährige nun in einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ durchblitzen.

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„Ich dachte, dass es ein bisschen bekannter wäre, wie gerne ich in München bin, dass ich dahin so viel Verbundenheit habe. Im Endeffekt ist es so, dass Fußball für viele fast schon wie eine Religion ist, wo man das Rationale beiseite schiebt“, so Hummels. Für den familiären Verteidiger war einer der ausschlaggebenden Gründe, dass er nun wieder näher bei seiner Familie und seinen Freunden wohnt.


„Ich habe mich auch in Dortmund sehr wohl gefühlt, aber es ist was Anderes, wenn du im Umkreis von 500, 600 Metern deine besten Freunde hast, deinen Bruder, wenn du alles mit dem Rad machen kannst. Es ist echt schön, das alles so viel entspannter zu erleben, als es die ganzen letzten Jahre der Fall war“, betont Hummels weiter. Seit seiner Rückkehr nach München ist er bereits an einige Orte seiner Jugend zurückgekehrt.

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„Du fährst vor und weißt, als du zehn Jahre alt warst, bist du hier zum ersten Mal vom Turm gesprungen“, sagt Hummels nostalgisch. „Es sind ganz viele Kleinigkeiten, U-Bahn-Stationen, Straßenbahnstationen, an denen ich zehn Jahre lang fast jeden Tag ausgestiegen bin. Ich bin schon einer, der das sehr genießt.“ Bei den Bayern unterzeichnete der gebürtig aus Bergisch Gladbach stammende Innenverteidiger einen Fünfjahresvertrag bis 2021.