​In dieser Saison verfügt Borussia Mönchengladbach über einen extrem breit aufgestellten Kader, jede Position ist doppelt oder sogar dreifach besetzt. Auf der einen Seite ist diese Breite natürlich ein absoluter Segen, doch auf der anderen Seite birgt sie auch reichlich Konfliktpotential.


Im Hinspiel der Champions-League-Playoffs stellte Gladbach mit einem Wert von knapp 60 Millionen Euro die teuerste Ersatzbank der Vereinsgeschichte - Stars wie Patrick Herrmann, Jannik Vestergaard, Fabian Johnson oder André Hahn mussten von draußen zuschauen. Im Pokal gegen den unterklassigen Gegner SV Drochtersen/Assel rotierte André Schubert zwar, dennoch kristallisieren sich schon jetzt Brandherde heraus.

SV Drochtersen/Assel v Borussia Moenchengladbach - DFB Cup

Patrick Herrmann oder André Hahn haben den Anspruch regelmäßig zur Startelf zu gehören, doch an Spielern wie Raffael, Lars Stindl oder Thorgan Hazard kommen sie auf lange Sicht wohl nicht vorbei. Auch Fabian Johnson, der in der vergangenen Saison zu den absoluten Leistungsträgern zählte, kommt bislang noch überhaupt nicht zum Zuge.


André Schubert ist sich der heißen Situation bewusst: "Das richtige Umgehen mit diesem starken Kader wird diese Saison die große Herausforderung. Aber auch für die Jungs, weil sie mit dem Konkurrenzkampf gut umgehen müssen. Wir werden viel wechseln, aber das müssen sie dann auch schnell umsetzen", erklärt der Fohlen-Coach in der Bild. "Für mich wird es komplizierter. Es geht darum, die Formkurven zu erkennen, immer zu gucken, wie sind die Jungs drauf, wie passt es taktisch am besten."

SV Drochtersen/Assel v Borussia Moenchengladbach - DFB Cup

Schubert weiter: "Es sind ja nicht nur die 18, 19 etablierten Spieler. Dahinter kratzen schon die Jungs wie Djibril Sow, der auch auf dem Sprung ist. Aber ich kann alle beruhigen: Noch ist keiner bei uns unzufrieden, noch will uns keiner verlassen." Aus Gladbacher Sicht muss man hoffen, dass es auch dabei bleibt.