​Kaum ein anderer Bundesligaverein bringt momentan so viele Talente hervor wie Borussia Dortmund. Bereits in der vergangenen Saison hat Trainer Thomas Tuchel den damals beiden 17-jährigen Christian Pulisic und Felix Passlack die Chance gegeben, erstmals Bundesligaluft zu schnuppern. Erstgenannter konnte sogar zweimal ins Schwarze treffen. In der kommenden Saison wird sehr wahrscheinlich der nächste Youngster die Chance im Profikader erhalten.

Seit dem zarten Alter von sieben Jahren trägt Dseniz Burnic das Trikot von Borussia Dortmund. Schon immer war es sein großes Ziel, eines Tages vor der "gelben Wand" als Profi aufzulaufen und für den BVB ein Tor zu erzielen. Dass dieser Traum schon bald in Erfüllung gehen kann, daran glauben bei den Schwarzgelben ganz viele. Nicht umsonst nimmt ihn Thomas Tuchel seit einem Jahr in fast jedes Trainingslager mit, das Dortmund bezieht. Aber natürlich trainiert er auch sonst immer wieder bei den Profis mit. Bereits Tuchel-Vorgänger Jürgen Klopp bescheinigte dem deutschen Jugendnationalspieler, dass er es sehr weit bringen könne.


Im Gegensatz zu seinen Mannschaftskollegen Christian Pulisic und Felix Passlack, die den Sprung in die Bundesliga bereits geschafft haben, ist seine Lieblingsposition nicht auf den Außen, sondern in der Mitte. Er nimmt gerne das Heft in die Hand und versucht mit klugen Pässen das Spiel aufzubauen und Chancen zu kreieren. Experten sehen in ihm nicht umsonst einen Spieler wie Nuri Sahin oder den abgewanderten Ilkay Gündogan.


1899 Hoffenheim U19 v Borussia Dortmund U19 - A Juniors German Championship Final

Das einzige Manko bei Burnic ist wahrscheinlich seine Schnelligkeit. Da haben Passlack und Pulisic eindeutige Vorteile. Doch der Linksfuß Burnic macht dies mit seiner überaus feinen Technik wett. Um im Profibereich wirklich anzukommen, müsste er zudem körperlich noch ein wenig zulegen, aber das ist ja bekanntlich bei vielen Jugendspielern ein Problem.


Wann Burnic allerdings zum ersten Mal in einem Profipflichtspiel gegen den Ball treten wird, muss man noch abwarten. Gerade in der Zentrale hat der BVB mit Gonzalo Castro, Nuri Sahin, Julian Weigl, Mikel Merino oder Sebastian Rode eine Menge guter Fußballer. An ihnen vorbeizukommen wird für Burnic nicht einfach werden. Aber die Saison ist ja lang und das Talent für das deutsche Oberhaus bringt er definitiv mit.