Zukunft und schlaue Transfers - so lautet das Motto des "Effzeh" dieses Jahr.  Mit Lukas Klünter, Marcel Hartel, Salih Özcan und Sven Müller hat man gerade erst vier junge Talente aus den eigenen Reihen in die erste Mannschaft befördert. Zwei von ihnen spielen sogar noch in einer U-Mannschaft Deutschlands. Zudem sicherte man sich zuletzt die Dienste Sehrou Guirassy's, ein U20-Nationalspielers Frankreichs, der ein Arbeitspapier bis 2021 unterschrieb und damit beim 1. FC Köln voll im Trend liegt. Das Projekt 2020/21 soll eine Waffe gegen den Transferwahnsinn sein. 

Bulgaria v France - Toulon Tournament

So unterzeichnete Abwehr-Juwel Dominique Heintz (22) bereits im Februar ein neues Arbeitspapier, das bis 2021 datiert ist. Und zur etwa gleichen Zeit erzielte Schmadtke eine Einigung mit Neuzugang Marco Höger (26). Dieser kam von Schalke und unterschrieb einen 5-Jahres-Vertrag. Auch Anthony Modeste (28) akzeptierte nach dem Wirbel um seine Ausstiegsklausel das FC-Angebot über einen Kontrakt bis 2021, die Ausstiegsklausel gilt nur noch im Abstiegsfall. Die Zukunft scheint gesichert, und auch für die aktuelle Saison hat man sich stark, aber günstig, verstärkt.


Gutes muss nicht teuer sein


Erst verpflichtete man mit Marco Höger einen gebürtigen Kölner ​für nur 1,3 Millionen - 2,7 Millionen unter seinem Marktwert. Wenn man bedenkt, dass er überall im Mittelfeld spielen kann, Champions League Erfahrung hat und zudem mehr als 80 Spiele Bundesliga-Erfahrung aufweisen kann, wird man der genialen Transfer-Politik Schmadtkes gewahr.

1. FC Koeln  - Team Presentation

Darüber hinaus kam Konstantin Rausch ablösefrei von den "Lilien". Bei Darmstadt Stammspieler und flexibel auf der linken Außenbahn zu Hause, kommt der Deutsch-Russe mit 206 Bundesliga-Einsätzen im Gepäck in die Domstadt. 


Mit Artjoms Rudnevs stößt ein weiterer Spieler ablösefrei dazu, ein richtiger Joker. Beim HSV häufig von der Bank gestartet, kommt der Lette doch auf beachtliche 31 Scorerpunkte in 90 Spielen für die Rothosen.


Diese schonende Transfer-Politik zeigt sich sehr positiv. So gab man 5,1 Millionen für Neuzugänge aus und nahm durch Abgänge insgesamt 14,5 Millionen ein. Das macht einen Gewinn von 9,4 Millionen. Eine beachtliche Summe.


Man darf sich dieses Jahr also auf ein starkes Köln freuen, dass sich nicht nur für die Gegenwart gut verstärkt hat, sondern auch für die Zukunft gut aufgestellt ist.