Bei der Europameisterschaft in Frankreich spielt sich der linke Verteidiger der Geißböcke in den Fokus etlicher Vereine. Angeblich stehen zahlreiche Klubs aus dem In- und Ausland Schlange, um den Außenspieler von einem Wechsel zu überzeugen.


Mit seinem verwandelten Elfmeter gegen Italien wurde Jonas Hector vom 1. FC Köln so ein kleines bisschen zum EM-Helden für das Team von Joachim Löw. Sein Strafstoß war der Entscheidende zum Einzug ins Halbfinale beim Turnier in Frankreich. Gegenüber dem Express gab er danach auch unumwunden zu, nervös gewesen zu sein: „Ja, mir zitterten ein wenig die Knie, als ich auf dem langen Weg zum Elferpunkt war.“


Ruhig und verlässlich


Dass der Elfer glücklich verwandelt und der italienische Torhüter Gianluigi Buffon fast noch dran war, das war nach dem gewonnenen Spiel nicht mehr wichtig. „Aber eben nur fast“, sagte der kölsche Linksfuß mit einem Lächeln auf den Lippen und gestand: „Das war sicherlich der größte Moment in meiner Karriere.“

Das er nun so dermaßen im Fokus steht, behagt ihm jedoch nicht sonderlich. Hector ist weniger der Dampfplauderer, keiner der gern im Mittelpunkt steht, er ist lieber der stille Genießer und Beobachter. Auch ist er in Interviews sehr bedacht und wählt seine Worte vorsichtig, eine Einschätzung, die auch der Bundestrainer teilt. „Er ist ein zurückhaltender Typ. Aber einer, auf den man sich verlassen kann.“


Hype lässt den 'Effzeh' kalt  


Lob bekam er nach dem Spiel auch von anderer Stelle. So sagte auch der Manager der Nationalmannschaft Oliver Bierhoff nach dem Viertelfinale gegen Italien gegenüber dem Express: „Ihr könnt euch glücklich schätzen. Der Junge ist Klasse.“ Eigenschaften, die anderen Vereinen auch nicht verborgen geblieben sind, denn angeblich sollen inzwischen der FC Liverpool und die 'Wölfe' aus der Autostadt am Verteidiger interessiert sein. Zudem will der Express noch herausgefunden haben, dass auch Tottenham Hotspur ein Auge auf Hector geworfen hat.

Bislang gehen sie in der Domstadt mit dem Hype um den 26-Jährigen aber gelassen um. Angeblich waren auch schon Ablösesummen über 20 Millionen im Gespräch, die sein Trainer Peter Stöger folgendermaßen kommentierte: „So wie es kommt, kommt es halt. Ich beschäftige mich aber lieber mit dieser Thematik, als wenn er verschossen hätte.“ Auch Hector selbst versucht, solche Geschichten nicht an sich heranzulassen. „Ich konzentriere mich nur auf die Europameisterschaft.“