​Bereits vor der letzten Saison trauten viele Experten dem 1. FC Köln eine gute Rolle in der Bundesliga zu. Denn das Führungs-Duo Trainer Peter Stöger und Manager Jörg Schmadtke hat den "Effzeh" wieder in der Bundesliga etabliert. Besonders der gute Riecher von Schmadtke bei Transfers hat aus den Kölnern ein schlagkräftiges Team werden lassen. Auch für die kommende Saison trauen einige Experte den Geißböcken eine gute Saison - Lob gibt es sogar von der anderen Rhein-Seite.


Der Effzeh mit einer guten Saison


Hamburger SV v 1. FC Koeln - Bundesliga


Der 1. FC Köln hat eine absolut solide Spielzeit hinter sich. Nicht nur durch Siege gegen Top-Teams wie Schalke, Gladbach und Leverkusen hat das Team von Peter Stöger seine Klasse gezeigt. Doch aufgrund einiger Fehlentscheidungen der Schiedsrichter reichte es am Ende nur für Platz neun - die Europa League wäre durchaus möglich gewesen. In der kommenden Saison wollen die Kölner erneut so schnell wie möglich die Klasse sichern, um vielleicht mit einem Auge auf die Europa-League-Plätze zu schielen.


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Lob vom Dauer-Rivalen


Auch Rudi Völler vom Rivalen aus Leverkusen traut dem "Effzeh" erneut eine gute Saison zu. Der Derby-Sieg aus der letzten Spielzeit scheint einen bleibenden Eindruck bei der "Werkself" hinterlassen zu haben.


Gegenüber der "BILD"-Zeitung" sagte Völler: "Die Basis in Köln ist gelegt. Wenn ich die Arbeit von Jörg Schmadtke und Peter Stöger richtig einschätze, wird es kaum schlechter werden. Im Gegenteil: Ich traue dem FC eine Rolle zu wie Hertha und Mainz, dass sie mit einem Auge auf die Europa League schielen können. Das heißt aber nicht, dass wir die Derbys nicht gewinnen wollen...“


Bayer Leverkusen v Hamburger SV - Bundesliga


Ein solches Lob vom Rivalen aus Leverkusen zu bekommen ist mit Sicherheit eine Bestätigung für die gute Arbeit, die seit einigen Jahren bei den Domstädtern verrichtet wird. Doch bei all der Anerkennung wird es wohl keine leichte Saison für die Kölner werden.


Köln hat schwierige Saison vor der Brust


Mit Yannick Gehardt haben die Geißböcke bereits einen Leistungsträger an die Konkurrenz aus Wolfsburg verloren. Zudem ist ein Verbleib vom starken Rückhalt Timo Horn, Torjäger Anthony Modeste und EM-Fahrer Jonas Hector noch nicht sicher. Besonders Hector wird durch seine guten Leistungen für die deutsche Nationalmannschaft Begehrlichkeiten bei Top-Vereinen geweckt haben.


Wäre Hector auch einer für Leverkusen? „Hector ist ein toller Junge, macht es bei der EM super. Aber wir haben mit Wendell einen der besten Linksverteidiger der Liga", so Völler. Die "Werkself" wird sich demnach also nicht um den 26-Jährigen bemühen. Das Interesse von Wolfsburg und Liverpool soll aber nach wie vor groß sein.


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Bleiben die Leistungsträger jedoch in Köln, hat der "Effzeh" auch in der kommenden Saison eine schlagkräftige Truppe zur Verfügung. Als Neuzugänge wurden bisher zwar mit den ablösefreien Konstantin Rausch, Artjoms Rudnevs und Marco Höger drei gute Ergänzungen verpflichtet, Schmadtke soll aber noch auf der Suche nach zwei bis drei hochkarätigen Verstärkungen sein.


Gesucht wird noch ein Defensiv-Spieler, der möglichst variabel einsetzbar sein soll - zum Beispiel als "Sechser" und Innenverteidiger. Ein solcher Spielertyp wäre Hannovers Salif Sané. Der Wechselpoker zieht sich aber bereits länger zur Hängepartie hin. Auch im Angriff soll Variabilität das Credo sein. Ein offensiver Mittelfeldspieler, der auch auf den Außenbahnen oder hinter den Spitzen agieren kann, soll ebenfalls noch kommen.


Bleibt der Kader des Effzeh weitestgehend zusammen, und gelingt es Manager Jörg Schmadtke erneut einige Top-Spieler für vergleichsweise wenig Geld nach Köln zu locken, ist den Kölnern wohl erneut einiges zuzutrauen. Dennoch sollte man nicht vergessen, dass es den Domstädtern mittelfristig vor allem darum geht, die Klasse zu halten und sich weiter in der Bundesliga zu etablieren. Klubs wie Hertha, Mainz und Gladbach gelten aber langfristig gesehen als Vorbilder.