​Nach 39 Jahren im deutschen Fußball-Oberhaus musste der VfB Stuttgart am Ende der vergangenen Saison den zweiten Abstieg der Vereinsgeschichte hinnehmen. Mit Jos Luhukay verpflichteten die Stuttgarter Verantwortlichen einen erfahrenen Trainer, mit dem der sofortige Wiederaufstieg in Angriff genommen werden soll. Am Mittwochabend startete bei den Schwaben die Vorbereitung auf die neue Spielzeit. 


Vor der stattlichen Kulisse von rund 4.200 Fans hielt der neue Cheftrainer am Mittwochabend seine erste Trainingseinheit im Robert-Schlienz-Stadion ab. Zum Auftakt stand für die VfB-Profis eine lockere Trainingseinheit auf dem Programm. Mit von der Partie waren auch die drei bisherigen Neuzugänge Jean Zimmer (1. FC Kaiserslautern), Simon Terodde (VfL Bochum) und Marcin Kaminski (Lech Posen). Verzichten musste Luhukay beim Auftakt auf acht Spieler. Während Przemyslaw Tyton, Filip Kostic, Florian Klein und Toni Sunjic mit ihren Nationalmannschaften unterwegs sind, verweilen der verletzte Serey Dié und Emiliano Insua bei ihren Familien, da ihre Frauen Nachwuchs erwarten. Zudem fehlten Daniel Ginczek und Kevin Großkreutz verletzungsbedingt, wobei der Ex-Dortmunder immerhin eine Laufeinheit absolvieren konnte.

"Ich hoffe, dass ich in dieser Woche noch ins Mannschaftstraining einsteigen kann“, so Großkreutz. 

"Es wird eine harte und intensive Arbeit werden, aber mit dem Aufstieg am Ende der Saison wird es hoffentlich Genugtuung geben", sagte Luhukay am Mittwoch bei seiner Vorstellung. "Meine Batterie ist genügend aufgeladen, um das jetzt anzugehen." Der 53-Jährige Cheftrainer ist sich der Favoritenrolle in der kommenden Saison bewusst: "In der 2. Liga ist der VfB immer der Favorit - das ist eine Herausforderung! Die Mannschaft muss den Schalter umlegen, mit Leidenschaft." Bisher stehen bei den Schwaben die Abgänge von einigen Leistungsträgern fest, und in den kommenden Tagen werden höchstwahrscheinlich noch weitere folgen. „Alle haben einen kleinen Teil dazu beigetragen, dass es so gekommen ist wie es gekommen ist. Ich hoffe, dass die Spieler genug Ehre haben, um dem VfB für die nahe Zukunft zu helfen. Aber das muss jeder Spieler für sich selbst entscheiden und am Ende respektiere ich das“, so der Niederländer, der in seiner Karriere bereits drei Aufstiege mit Borussia Mönchengladbach (2008), dem FC Augsburg (2011) und Hertha BSC (2013) feiern konnte. Im Februar 2015 war Luhukay beim Hauptstadtklub entlassen worden.