​Viele Profis nutzen ihren Status und ihr dickes Konto, um in der Sommerpause, wenn kein großes Turnier ansteht, einen ausgiebigen Luxusurlaub zu genießen. Nicht so Neven Subotic. Der noch beim BVB unter Vertrag stehende Innenverteidiger betreut seit einigen Jahren Projekte seiner Stiftung in Afrika und ist auch in diesem Sommer zu Besuch in Äthiopien. Dort begutachtet er den Fortschritt und dokumentiert diesen in einer Art Tagebuch für ruhrnachrichten.de.


Für seine Projekte überlegte sich Subotic mit seinem Team Rückennummern, die eine wichtige Bedeutung haben. Die "1" steht für eines von elf Kindern in Subsahara-Afrika, das den fünften Geburtstag nicht erlebt. Hier prangert Subotic an, dass man durch Technologie die komplexesten Probleme lösen kann, während man existenzielle Probleme der Welt ignoriert, die seit Jahrzehnten die Welt plagen. 


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Die Rückennummer "2" bekommt folgender Fakt: In Äthiopien hat jeder zweite Mensch keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Das ist absolut nicht zu akzeptieren und auch sehr schwer zu verstehen, wenn man in der westlichen Welt aufgewachsen ist. Subotic erwähnt, dass es auf der einen Seite so viel Reichtum und auf der anderen Seite so viel Armut gebe. Daran will er etwas ändern und das ist etwas, dass ihn in seiner Intention motiviert.


Der mangelnde Zugang zu Sanitäranlagen ist ebenfalls etwas, dass Subotic ändern will. Nummer "3" steht für jeden dritten Menschen auf der Welt, dem dieser Zugang fehlt. Etwas, dass für uns normal ist und zum alltäglichen Leben gehört ist für viele Bewohner der Erde nicht immer vorhanden. Weiter geht es mit der "6". Sechs Kilometer müssen Frauen und Kinder in ländlichen Gegenden im Durchschnitt laufen um zu einer Wasserquelle zu gelangen. Auch hier möchte Subotic mit seiner Stiftung eine Besserung bewirken.


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Die Rückennummer "20" steht für die 20 Liter Wasser, die Kinder und Frauen von der Wasserstelle bis nach Hause tragen müssen. Ein Kraftakt in der prallen Sonne, unter dem die meisten ausgewachsenen europäischen Männer schon zu kämpfen hätten. Dabei ist die Sauberkeit besagten Wassers noch nicht einmal gewährleistet. Die "60" kommt hierbei ins Spiel, denn alle 60 Sekunden stirbt ein Kind auf dieser Welt an einer Durchfallerkrankung. Sauberes Wasser und Sanitäranlagen würden dabei helfen, dass die Nummer "60" nicht mehr so häufig zum Einsatz kommt.


Alles in allem macht Subotic mit seiner Stiftung hervorragende und vorbildliche Arbeit. Egal wessen Fan man ist oder wie man zum Abwehrspieler steht. Diese Art von Menschlichkeit wünscht man sich auch besonders von anderen priviligierten Menschen. Neven ist sich seiner Stellung im Leben bewusst und ruht sich nicht darauf aus, sondern versucht anderen, denen es nicht so gut geht, zu helfen. Davor kann man nur den Hut ziehen. Chapeau, Neven!


Quelle: ruhrnachrichten.de