BMG: Martin Hinteregger | Top- oder Flop-Transfer? Ein Zwischenfazit zum Österreicher

BELEK, TURKEY - JANUARY 10:  Martin Hinteregger runs during a Borussia Moenchengladbach traning session on day 5 of the Bundesliga Belek training camps at Maxx Royal Golf Resort on January 9, 2016 in Belek, Turkey.  (Photo by Alex Grimm/Bongarts/Getty Images)

​Martin Hinteregger kann mit seinen erst 23 Jahren auf eine erfolgreiche Vergangenheit blicken. Zumindest im heimischen Österreich. Mit RB Salzburg gelangen ihm 2014 und 2015 das Double aus Meisterschaft und Pokalsieg.


Seit diesem Winter steht er auf Leihbasis in Mönchengladbach unter Vertrag und wagt damit den nächsten Karriereschritt. Die Borussia ist von dem Potential des vielseitigen Verteidigers überzeugt und sicherte sich gleich eine Kaufoption für den Sommer.


In seinen bis dato 8 Partien im Dress des VfL gab es sowohl viel Licht als auch viel Schatten. Ein kurzes Zwischenfazit zu den Leistungen des Österreichers.

4. Wow-Effekt fehlt noch

Hinteregger spielt solide im Abwehrverbund der Borussia aus Mönchengladbach. Mehr aber auch nicht. Bislang fehlte so etwas wie der "Wow-Effekt", den beispielsweise sein neuer Teamkollege, der junge Däne Andreas Christensen​, bei den Fans in so manchen Spielen in dieser Saison hinterließ.


Natürlich ist an einem grundsoliden Verteidiger nichts auszusetzen, doch scheint der Österreicher noch nicht an sein hohes Potential heranzukommen.

3. Zahlen lügen nicht

​Für die renomierte Zeitschrift des Kicker kommt Hinteregger derzeit auf einen Notendurchschnitt von 3,58. Sein Verteidigungs-Partner Christensen steht hier bei einer 3,1 und das, obwohl die gesamte Borussia unter Lucien Favre so schlecht in die Saison gestartet war.


Martin Hinteregger konnte bis dato auch nur 51 Prozent seiner Zweikämpfe gewinnen, für einen Verteidiger mit seinem Potential deutlich zu wenig. Sicherlich benötigt auch er noch etwas an Eingewöhnungszeit, denn die deutsche Profiliga verfügt über deutlich mehr Qualität, als die des Alpenlandes.


Immerhin ist die Passquote mit 75 Prozent angekommenen Pässen mehr als akzeptabel.

2. Offensives Potential nocht nicht ausgeschöpft

Zuletzt als Linksverteidiger eingesetzt, merkt man Hinteregger noch die Umstellung an das neue Gladbacher Spielsystem an​. Die Außenverteidiger unter Schubert stehen extrem hoch, aus der Viererkette wird schnell eine Dreierkette mit dem zurückgesetzten Granit Xhaka zwischen den beiden Innenverteidigern.


Der österreichische Neuzugang aus Salzburg hat bislang noch klare Defizite im Spiel nach vorne. Seine Zukunft wird wohl eher im Zentrum der Defensive liegen.


Gegen Frankfurt jedoch konnte Hinteregger auf der Position des Linksverteidigers bis zur Umstellung nach der Verletzung Nordveits überzeugen und griff immer wieder in das Angriffsspiel der Borussia ein.

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1. Plus durch Vielseitigkeit

​Innenverteidiger, Linksverteidiger, Sechser - Hinteregger konnte sich bisweilen auf all diesen Positionen beweisen. Ein klares Plus in dem variablen Spiel der Borussia, das gerne auch mal mitten im Spiel die taktischen Vorgaben komplett verändert.


Der Österreicher findet sich auf allen Positionen sehr gut zurecht, was seinem neuen Coach Schubert gefallen dürfte. Alleine deshalb stehen die Chancen auf eine Übernahme im Sommer sehr gut.

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