UNSPECIFIED - JUNE 09:  FUSSBALL: Nationalmannschaft 1997/Team BULGARIEN/(BGR), 09.06.96, Trifon IVANOV - PORTRAET/PORTRAIT -  (Photo by Mark Sandten/Bongarts/Getty Images)

Fast vergessen: 15 Dinge, die aus dem Fußball verschwunden sind

Es gibt im Fußball einige Dinge, die früher noch ganz normal waren, heute aber so gut wie nicht mehr existieren. Denn - im Fußball ist es wie in der Mode: Trends kommen und gehen. Vieles, war früher als cool und modern galt, gehört heute zum alten Eisen. Auf der Seite ​www.watson.ch wurde einiges zusammen getragen. Bei vielen Dingen wundert man sich tatsächlich schon sehr, dass so etwas früher ganz normal war. Egal ob Trikots, Schmuck oder Positionen. Klickt euch durch 15 fast vergessene Dinge des Fußballgeschäfts.

15. Das Nasenpflaster

Kaum zu glauben, aber wahr! In den 90ern trugen zahlreiche Profis ein Nasenpflaster beim Fußball. Der weiße Streifen sollte eigentlich das Schnarchen verhindern, doch die amerikanische Firm "Breathe Right" entwickelte die Pflaster auch für den Sport. Zu den prominentesten Trägern gehören Pierluigi Casiraghi, Murat Yakin und Olaf Marschall. Doch so schnell dieser Trend gekommen war, so schnell war er aus dem Profi-Fußball auch wieder verschwunden.

14. Verzicht auf Schienbeinschoner

​Völlig unvorstellbar, doch früher trugen die Fußball-Spieler keine Schienbeinschoner! Erst im Jahr 1990 machte die FIFA, das Tragen von Schienbeinschonern zur Pflicht. Zuvor war es den Spielern selbst überlassen, ob sie die Schützer tragen wollten oder nicht. Aus optischen Gründen verzichteten viele Profis auf die Schoner!

13. Rückennummern 1 bis 11

Auch das folgenden Phänomen war früher im Fußball ganz normal. Oft wurden nur die Trikot-Nummern 1 bis 11 vergeben und die Nummern waren so gut wie nie fix vergeben​. Doch nicht nur das! Mit Ausnahme von zum Beispiel Diego Maradona, der immer die 10 trug, nummerierten die Trainer oft einfach alphabetisch durch. Teilweise wurden die Nummer auch nach Positionen vergeben: Die 1 gehörte dem Torhüter, 2 bis 4 den Verteidigern, die 5 dem Libero, 6 bis 8 den Mittelfeldspielern, die 10 dem Spielmacher, die 9 und die 11 den Stürmern. Doch mit der Kommerzialisierung kamen auch individuelle Rückennummer dazu. Zudem wurden die Nummern fest an die Spieler vergeben. Es kam teilweise  zu kuriosen Rückennummer, Bixente Lizarazu trug etwa die 69 und Antonio Cassano die 99. Heute gibt es verschiedene Regelungen für die verschiedenen Wettbewerbe. In der Bundesliga sind nur Nummern bis zur 40 erlaubt.

12. Werbefreie Trikots

Heutzutage ist es ganz normal auf den Trikots der Fußball-Clubs die Namen von Sponsoren zu sehen. Für die Werbung kassieren die Vereine ​kräftig ab. Nationalmannschaften verzichten dagegen auf Werbung. Doch das war nicht immer so! Erst 1950 kam der erste Verein auf die Idee, die Brustfläche der Trikots zu vermarkten: Es war der uruguayische Verein CA Peñarol. In den 1970er Jahren etablierte sich die Trikotwerbung auch in Europa. Einige Top-Clubs wie Athletic Bilbao und der FC Barcelona wehrten sich zwar lange, da sie sich als baskische bzw. katalanische Nationalmannschaft sahen, doch in den Jahren 2008 bzw. 2011 gaben sie nach.

11. Super kurze Hosen

Heute ist das zum Glück anders! Die Trikot-Hosen waren früher extrem kurz geschnitten. Einige Stars trugen die Hosen zudem noch sehr hoch, sodass man sehr viel Bein sehen konnte. Warum? Das weiß heute wohl keiner mehr so genau. Mehr Beinfreiheit oder modischer Schnitt, Hauptsache heute sehen die Hosen anders aus!​

10. Radlerhosen

​Auch Radlerhosen waren früher sehr beliebt bei Profi-Spielern. Dadurch, dass die Hosen früher so kurz geschnitten waren, wurde die Oberschenkelmuskulatur schnell kalt. Daher war die Radlerhose in den 90er-Jahren Standard. Doch mit längeren Hosen verschwanden auch die Radlerhosen immer mehr. Doch nicht ganz: Spieler wie Arjen Robben oder Jerome Boateng tragen sie heute noch.

9. Der Libero

Viele kennen ihn noch heute, den Libero. Spieler wie Franz Beckenbauer machten ihn weltberühmt. Über viele Jahre war diese Position aus dem Fußballgeschäft nicht wegzudenken. Doch in den 80er-Jahren kam die Revolution: Sowohl die Dreier- als auch die Vierer-Kette ersetzten die Manndecker und den freien Mann dahinter, die Absicherung!  Doch die Libero war nicht nur der letzte Mann für den Fall der Fälle, er war auch zuständig für den Spielaufbau. Dass man mit dem "alten" System dennoch erfolgreich sein kann zeigten die Griechen 2004, als sie völlig überraschend Europameister wurden!

8. Der Vorstopper

Ähnlich wie der Libero, gehört auch der Vorstopper nicht mehr in den modernen Fußball. ​Die Aufgabe des Vorstoppers war es, den Spielmacher der gegnerischen Mannschaft aus dem Spiel zu nehmen. Doch anders als der Libero verschwand der Vorstopper, oder auch Staubsauger genannt, nie ganz. Die moderne Position des "Sechser" geht zwar heute weit über reine Defensiv-Aufgaben hinaus, und ist eine der wichtigsten Positionen überhaupt, doch Spieler wie van Bommel, Jens Jeremies oder Genera Gattuso gehörten noch zu den "Aggressiv-Leadern" der alten Schule.

7. Werbefreie Stadionnamen

Nicht nur die Trikots waren früher noch ohne Werbung. Auch die Stadien der Fußball-Clubs trugen früher noch ganz andere Namen. Fußball-Tempel wie das Westfalenstadion heißen heute Signal-Iduna-Park. Neue Stadion, wie das von Arsenal London werden sofort nach Sponsoren benannt: Emirates Stadium. Heute sind diese Namen, doch ein bisschen Schade ist es schon

6. Ausländer-Trios

Früher war es durchaus üblich gleich mehrere ausländische Spieler aus dem gleichen Land unter Vertrag zu nehmen. Zum Beispiel bei Inter Mailand: Andreas Brehme, Lothas Matthäus und Jürgen Klinsmann wurden als deutsche Trio geholt. Auch der AC Mailand hatte ein solches Trio in seinem Team, diesmal jedoch aus den Niederlanden: Frank Rijkaard, Ruud Gullit und Marco van Basten. Ausländische Spieler sind heute zwar vollkommen normal, doch diese 3er-Konstellationen gibt es so heute nicht mehr.

5. Der Rückpass

​Auch das war früher völlig normal, doch diese Regeländerung hat den Fußball revolutioniert. Seit 1992 darf der Torwart den Ball nach einem kontrollierten Pass eines Mitspielers nicht mehr in die Hand nehmen. Dadurch sollte verhindert werden, dass die Mannschaften auf Zeit spielten, indem sie immer wieder zurück zum Keeper spielen und der den Ball erstmal in die Hand nehmen konnte. So geschehen im WM-Finale 1990.

4. Fußball-Zwerge werden Meister

​Die Finanzkraft hat im heutigen Fußball stark zugenommen. Dadurch ist auch die Schere zwischen Arm und Reich deutlich auseinander gedriftet. Dadurch ist es für kleinere Vereine so gut wie unmöglich die Meisterschaft zu holen. Früher war das ab und zu mal möglich. Wie zum Beispiel im Jahr 1998, als der 1. FC Kaiserslautern als Aufsteiger die Meisterschaft holte.

3. Untätowierte Spieler

Früher konnte man kaum einen tätowierten Spieler auf dem Spielfeld finden. Un wenn ein Spieler doch mal ein Tattoo trug, dann war es normalerweise nicht zu sehen, weil es sich auf der Brust oder der Schulte befand. Heute ist das anders. Zahlreiche Profis tragen gut sichtbare Unterarm-Tattoos. So auch Lionel Messi.

2. Schmuck

​Was waren das für Zeiten, als Carsten Jancker nach einem Tor seinen Ehering küssten. Zudem hatten zahlreiche Spieler stets ein Goldkettchen um. Seit 2005 ist das Tragen von Schmuck auf dem Spielfeld verboten. Auch Ronaldo darf seine Bling-Bling-Ohrstecker nicht mehr tragen.

1. Tickets erst vor dem Spiel kaufen

Früher ​musste man oft ewig anstehen, wenn man sich noch kurz vor dem Spiel eine Eintrittskarte kaufen wollten. Wenn man Pecht hattte, war das Spiel ausverkauft, kurz bevor man an der Reiher war. Das ist heute anders, Gott sei Dank. Denn durch das Internet ist das ewige Anstehen heute Schnee von gestern. Anstehen muss man nur noch bei den Sicherheitskontrollen. Doch seit den Anschlägen in Paris steht man auch hier wieder etwas länger an.