​Bakery Jatta steht kurz vor einer Unterschrift unter seinem Profivertrag. Aktuell gestalten sich die Verhandlungen aus rechtlichen Gründen noch als schwierig. Die kniffligen Vertragsmodalitäten sollen jedoch schon bald gelöst werden. Bruno Labbadia zeigt sich beeindruckt.


Bakery Jatta hat es geschafft. Der 17-jährige darf nach Informationen der „Bild“ auf seinen ersten Profivertrag hoffen. Der Afrikaner, der durch seine bewegende Lebensgeschichte zuletzt einen wahren Medien-Hype auslöste, steht nach einem Bericht des Blattes kurz vor der Unterschrift und soll den Medizincheck beim Hamburger SV bereits absolviert haben. Zuletzt waren auch Werder Bremen und der FC Schalke 04 am jungen Talent interessiert.


Demnach soll der junge Mann aus Gambier, der noch nie in einem Verein gespielt hat, rund 120.000 Euro jährlich verdienen, durch Einsätze und Tore könnte sich diese Summe sogar auf 300.000 Euro erhöhen. Das Problem: Jatta ist noch nicht 18 und darf daher nicht vor Vollendung seines 18. Lebensjahres einen Profi-Vertrag unterschreiben. Nach Angaben von „Bild“ prüfen derzeit Juristen den Fall. Zudem arbeitet sein Berater Efe-Firat Aktas an einer Aufenthaltsgenehmigung. Erst dann kann Jatta seine Unterschrift unter das Arbeitspapier setzen.


Aktuell befindet sich die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia im Trainingslager in Belek. Jatta selbst durfte die Reise nicht antreten. Als Flüchtling darf er sich derzeit nur in Deutschland aufhalten. Nach der Rückkehr der HSV-Profis wird der 17-jährige wieder mit der Mannschaft trainieren dürfen. „Bakery hat eine große Spiel-Intelligenz, gute Anlagen. Es geht auch bei ihm streng nach Leistung. Einen Flüchtlingsbonus wird es nicht geben“, hatte Labbadia unlängst betont.


Jatta, der aktuell in der „Akademie Lothar Kannenberg“ in Bothel bei Bremen, einer Jugendhilfe- und Bildungseinrichtung, wohnt und trainiert, war im vergangenen Sommer nach Deutschland gekommen.


Der junge Mann flüchtete vor der Diktatur in Gambia, kämpfte sich allein durch die Sahara bis zur Küste und überquerte auf einem überfüllten Flüchtlingsschiff das Mittelmeer. „Ich habe großen Respekt vor seiner Story. Er hat sich getraut, einen sehr beschwerlichen Weg auf sich zu nehmen“, sagte Labbadia.