Der Fehlstart beim VfB Stuttgart ist nach der 1:4-Heimpleite gegen Eintracht Frankfurt nicht mehr weg zureden. Vor allem die Offensive und ihre katastrophale Chancenverwertung hat Schuld an der Negativserie der Schwaben. Nun soll mit Robbie Kruse ein neuer Spieler für Tore sorgen, doch für ihn müsste ein alter Bekannter seinen Stammplatz räumen.


Denn es deutet alles darauf hin, dass Martin Harnik in den nächsten Partien auf der Ersatzbank Platz nehmen muss. Grund hierfür ist seine Chancenverwertung, die sehr zu wünschen übrig lässt. Beispielhaft dafür ist seine vergebene Möglichkeit gegen Frankfurt, als er nach einer klasse Vorarbeit von Filip Kostic es aus zwei Meter Entfernung tatsächlich schaffte, den Ball über das leere Tor zu schießen. Und auch sonst vergab der Österreicher zu viele Chancen. Wer weiß wie der Saisonstart des VfB ausgesehen hätte, wenn er wenigstens einen Bruchteil seiner Möglichkeiten in Tore verwandelt hätte.


Doch nicht nur Harnik, auch die übrigen Offensivspieler der Stuttgarter haben mit dem Chancentod zu kämpfen. Trotz zweier Tore beim 2:3 in Hamburg vergibt auch Daniel Ginczek zu viele Möglichkeiten und auch Timo Werner trifft den Kasten nicht mehr. Deshalb hat man nun kurz vor Ende der Transferperiode mit Robbie Kruse einen weiteren Angreifer geholt, der den Sturm des VfB endlich wieder treffsicherer machen soll.


Harnik als Dauergast auf der Ersatzbank?


Bayer Leverkusen  - Team Presentation

Wie bereits erwähnt wird es wohl Harnik sein, der seinen Platz in der ersten Elf für Neuzugang Kruse räumen muss. Denn es war der Österreicher, der die meisten Möglichkeiten vergeben hat und auch spielerisch in den meisten Aktionen sehr unglücklich agierte. Für den Fall, dass Kruse seine Chance nutzen sollte und zum Goalgetter wird, bleibt für Harnik wohl nur noch der Stammplatz auf der Ersatzbank.


Doch man darf nicht glauben, dass mit der Verpflichtung von Kruse die Stürmer-Flaute in Stuttgart sofort beendet ist, denn die Bilanz des Australiers ist auch nicht gerade Weltklasse. In seinen 51 Bundesligaspielen kam er auf lediglich sechs Tore, was im Umkehrschluss bedeutet, dass auch bei ihm nicht jeder Schuss ein Treffer ist. Man darf gespannt sein, wie sich die Offensive des VfB Stuttgart nach der Länderspielpause präsentieren wird.