EM 2020

Die 24 Rechtsverteidiger der EURO2020 im 90min-Ranking

Guido Müller
Die 24 besten Rechtsverteidiger bei der EM 2020
Die 24 besten Rechtsverteidiger bei der EM 2020 / Paolo Bruno/Getty Images
facebooktwitterreddit

Vom 11. Juni bis zum 11. Juli werden 24 Nationen im Rahmen der EM 2020 um die Krone des Kontinents kämpfen. 90min stellt euch die Rechtsverteidiger im Ranking (nur ein Kandidat pro Nation) vor:


24. Nikolai Alho (Finnland)

Nikolai Alho
Marc Atkins/Getty Images

Mehr als sechs Jahre vergingen zwischen Alhos erstem Länderspiel (im Januar 2014) und seinem zweiten (im September 2020). In den beiden WM-Qualifikationsspielen vom März (gegen Bosnien und die Ukraine) stellte der finnische Nationalcoach Markku Kanerva Alho auf der Rechtsverteidigerposition auf. Der 28-Jährige wechselte im Januar dieses Jahres zum ungarischen Erstligisten MTK Budapest. Sein ärgster Rivale um einen Platz in der Startformation dürfte Albin Granlund vom polnischen Erstligisten Stal Mielec sein.

23. Stephen O'Donnell (Schottland)

Magomed Ozdoev, Stephen O'Donnell
Ian MacNicol/Getty Images

Zuletzt bekam bei den Schotten meist Stephen O'Donnell von Motherwell den Vorzug auf der rechten Außenbahn. Der 29-Jährige hat 17 Länderspiele auf dem Buckel und spielte in seiner Karriere ausschließlich auf der Insel. So wie aktuell beim schottischen Premier-League-Klub. Zwei Jahre versuchte er sich in Luton Town in Englands zweiter Liga.

22. Chris Gunter (Wales)

Chris Gunter
Matthew Ashton - AMA/Getty Images

Auf den Erfahrungsschatz von Chris Gunter wird Nationalcoach Robert Page schwerlich verzichten können: 100 Länderspiele zieren die Vita des 31-Jährigen, der seit dem vergangenen Oktober bei Charlton Athletic in der dritten englischen Liga sein Geld verdient. Alternativ stünden Page Connor Roberts (Swansea City) oder Joe Rodon (Tottenham Hotspur) zur Verfügung. Letzterer ist jedoch gelernter Innenverteidiger und kommt auf der Außenbahn meist nur im Kontext einer Dreierabwehrkette zum Einsatz.

21. Attila Fiola (Ungarn)

FBL-EURO-2016-FRIENDLY-HUN-CIV
ATTILA KISBENEDEK/Getty Images

Den 31-jährigen zeichnet eine große Vielseitigkeit aus. Das Gros seiner 34 Länderspiele hat Fiola auf der Rechtsverteidigerposition absolviert, kam aber auch schon als Innenverteidiger, Linksverteidiger und auf beiden Außenbahnen im Mittelfeld zum Einsatz. Sollte sich Nationaltrainer Marco Rossi für eine offensivere Position für Fiola entscheiden, könnte Endre Botka den Part auf hinten rechts übernehmen.

20. Tomasz Kedziora (Polen)

Tomasz Kedziora
Jonathan Moscrop/Getty Images

Auf der rechten Defensivflanke hat Polens portugiesischer Nationaltrainer Paulo Sousa die Qual der Wahl: in den letzten vier Jahren gehörte diese Planstelle Tomasz Kedziora von Dinamo Kiew. Doch sowohl beim prestigeträchtigen Nations League-Duell gegen Italien im November (0:2) als auch in zwei der drei WM-Qualifikationsspielen im März probierte es Sousa mit Bartosz Bereszynski von Sampdoria Genua.

19. Oleksandar Karavaev (Ukraine)

Oleksandr Karavaev
Srdjan Stevanovic/Getty Images

Ähnlich wie auf der linken Defensivseite, hat Ukraines Auswahltrainer Andrij Shevchenko auch auf der rechten Flanke einige Alternativen. Bis in den Oktober letzten Jahres hinein war Karavaev der unbestrittene Herrscher dieser Außenbahn. In den drei WM-Quali-Spielen vom März rückte ihn Shevchenko jedoch eine Position vor - und testete hinten Varianten mit dem 18-jährigen Ilya Zabarnyi (Dynamo Kiew) und Bodgan Mykhaylichenko von RSC Anderlecht. Auch ein Serhi Bolbat (Schachtar Donezk) darf sich noch Hoffnungen machen.

18. Stefan Ristovski (Nordmazedonien)

Stefan Ristovski
Soccrates Images/Getty Images

Kein gutes Timing von Ristovski: im Februar dieses Jahres wechselte er von Sporting Lissabon zu Dinamo Zagreb - und "verpasste" somit den ersten Meistertitel der "Löwen" seit 2002. In der Auswahlmannschaft seines Heimatlandes dürfte Ristovski seinen Platz in der Defensive dennoch sicher haben. Beim sensationellen Sieg der Nordmazedonier gegen die DFB-Auswahl im März hatte Ristovski den rechten Part einer Dreierkette inne.

17. Peter Pekarik (Slowakei)

Peter Pekarik
Alexander Hassenstein/Getty Images

Seit neun Jahren kickt der 34-jährige Slowake bereits für Hertha BSC, zu der er im Sommer 2012 ablösefrei vom VfL Wolfsburg wechselte. Mit 99 Länderspielen steht Pekarik nur noch eine Partie vor einem ganz besonderen Jubiläum - und dem Eintritt in den selekten Hunderter-Klub. Pekariks Back-up auf der rechten defensiven Außenbahn der Slowaken dürfte Martin Koscelnik von Slovan Liberec sein, der aber auch als Achter einsetzbar ist.

16. Vyacheslav Karavaev (Russland)

FBL-WC-2022-MLT-RUS
MATTHEW MIRABELLI/Getty Images

Vyacheslav Karavaev ist bei der Sbornaja die erste Wahl auf der rechte Seite, nachdem Mario Fernandes nicht im EM-Aufgebot berücksichtigt wurde. Der 26-Jährige ist vermutlich nur den wenigsten Fans ein Begriff: Bislang kommt Karavaev auf elf Länderspiele, auf Klubebene trägt er das Trikot von Zenit St. Petersburg.

15. Mikael Lustig (Schweden)

Mikael Lustig
David Lidstrom/Getty Images

Bei den letzten beiden Europameisterschaften, 2012 und 2016, kam der mittlerweile 34-jährige Lustig lediglich zu je einem Einsatz - und musste bei beiden Turnieren bereits nach der Gruppenphase den Heimweg gen Schweden antreten. Mit seiner Erfahrung aus 89 Länderspielen ist der bei AIK Solna aktive Verteidiger für Nationalcoach Janne Andersson praktisch unverzichtbar. In Emil Krafth (Newcastle United) steht ein zuverlässiger Back-up bereit, dem mit 26 Jahren die Zukunft bei den Skandinaviern gehören dürfte.

14. Sime Vrsaljko (Kroatien)

Sime Vrsaljko
Pixsell/MB Media/Getty Images

Beim (vielleicht) kommenden spanischen Meister Atlético Madrid zur Randfigur degradiert (an Mario Hermoso oder Kieran Trippier kommt er schlichtweg nicht vorbei!), dürfte Sime Vrsaljko (29) bei der kommenden Europameisterschaft für Kroatiens Auswahltrainer Zlatko Dalic - auch mangels Alternativen - gesetzt sein. Als Alternative käme der 24-jährige Josip Juranovic von Legia Warschau in Frage.

13. Zeki Celik (Türkei)

Donyell Malen, Zeki Celik
BSR Agency/Getty Images

Mit seinem Klub OSC Lille steht der 24-Jährige ganz dicht vor dem fünften Meistertitel der Klubgeschichte. Für Nationaltrainer Senol Günes dürfte Celik gesetzt sein. In den beiden WM-Qualifikationsspielen gegen Norwegen und Lettland, die Celik aufgrund einer Corona-Infektion verpasste, bekam der 22-jährige Mert Müldür von Sassuolo Calcio eine Bewährungschance. Außenseiterchancen auf einen Kaderplatz hat auch noch Nazim Sangaré von Fenerbahce Istanbul, der beim Freundschaftsspiel gegen Deutschland (3:3) im vergangenen Oktober über neunzig Minuten auf dem Platz stand.

12. Daniel Wass (Dänemark)

Daniel Wass
Soccrates Images/Getty Images

Seit sechs Jahren ist Wass in der spanischen Primera División unterwegs. Zunächst für Celta Vigo, seit 2018 für den FC Valencia. In drei der letzten vier Länderspiele der Dänen kam Wass auf der Rechtsverteidigerposition zum Einsatz. Sein wahrscheinlichster Back-up dürfte Henrik Dalsgaard vom englischen Zweitligisten Brentford sein. Dessen letztes Länderspiel datiert jedoch vom Oktober letzten Jahres. In den acht Länderspielen seitdem wurde Dalsgaard viermal nicht für den Kader nominiert und schaute bei den übrigen Partien von der Bank aus zu.

11. Thomas Meunier (Belgien)

Thomas Meunier
Dean Mouhtaropoulos/Getty Images

Der Trainer der Roten Teufel, der Spanier Roberto Martínez, setzt für gewöhnlich auf eine Dreierkette in der Abwehr. In der stehen auch gerne mal drei gelernte Innenverteidiger (Jan Verthongen, Toby Alderweireld und Thomas Vermaelen). Sollte Martínez es jedoch mit einer klassischen Viererkette probieren, wäre Thomas Meunier vom BVB wohl erste Wahl. Als Alternative stünde auch noch Timothy Castagne von Leicester City parat.

10. Pavel Kaderabek (Tschechien)

Estonia v Czech Republic - FIFA World Cup 2022 Qatar Qualifier
ADAM NURKIEWICZ/Getty Images

Wie beim slowakischen Nachbarn gehört auch in der tschechischen Auswahl die rechte Defensivflanke einem Bundesliga-Spieler: Pavel Kaderabek, seit sechs Jahren für die TSG Hoffenheim aktiv, hat im tschechischen Kader keine wirklich ernsthafte Konkurrenz und dürfte somit für Nationalcoach Jaroslav Silhavy gesetzt sein. Als Ersatz für den 29-Jährigen stünde Filip Novak von Fenerbahce Istanbul bereit.

9. Denzel Dumfries (Niederlande)

Denzel Dumfries
BSR Agency/Getty Images

Trotz des bestätigten Ausfalls von Virgil van Dijk bleibt die Innenverteidigung das Prunkstück der holländischen Defensive. Auf den Außenbahnen ist das Niveau nicht ganz so hoch. Beste Karten auf einen Einsatz auf der rechten Abwehrseite hat zur Zeit Denzel Dumfries von der PSV Eindhoven. In den letzten sechs Länderspielen der Elftal bekleidete der 25-jährige gebürtige Rotterdamer diese Position. Joel Veltman vom Premier League-Klub Brighton & Hove Albion wäre eine valide Alternative für Bondscoach Frank de Boer.

8. Stefan Lainer (Österreich)

Stefan Lainer
Christian Hofer/Getty Images

Sowohl im Klub (Borussia Mönchengladbach) als auch in der Nationalmannschaft ist der 28-jährige Stefan Lainer auf der rechten Abwehrseite gesetzt. Der ungemein lauf-und kampfstarke Lainer bearbeitet nicht nur über neunzig Minuten hinweg die Außenbahn, sondern bringt sich auch mit spielerischen Aktionen immer wieder gut ein. Als sein Back up könnte Unions Christopher Trimmel einen Kaderplatz im Team Austria ergattern.

7. Kevin Mbabu (Schweiz)

James Mcclean, Kevin Mbabu
Soccrates Images/Getty Images

Gut neun Millionen Euro gab der VfL Wolfsburg für Kevin Mbabu im Sommer 2019 aus. Gut investiertes Geld: von der rechten Abwehrseite der Wölfe ist der 26-jährige Schweizer mit kongolesischen Wurzeln nicht mehr wegzudenken. Ebenso wenig wie aus der "Nati", in der er in der Hierarchie der rechten Außenverteidiger vor einem Silvan Widmer vom FC Basel angesiedelt ist.

6. Lukas Klostermann (Deutschland)

Lukas Klostermann
Alexander Hassenstein/Getty Images

So wie sich sein Vereinskollege Marcel Halstenberg auf der linken Abwehrseite im DFB-Team mit Robin Gosens um einen Stammplatz balgt, so kämpft Lukas Klostermann mit Thilo Kehrer und Mathias Ginter um die Position des Rechtsverteidigers. Momentan dürfte der Leipziger die Nase vorn haben. Beim WM-Triple Header stand Klostermann gegen Island (3:0) und Rumänien (1:0) hinten rechts über neunzig Minuten auf dem Platz. Beim Spiel gegen Nordmazedonien probierte es Löw mit Ginter - und Deutschland verlor mit 1:2.

5. Alessandro Florenzi (Italien)

Alessandro Florenzi
Alessandro Sabattini/Getty Images

Bei der Squadra Azzurra liefert sich Alessandro Florenzi ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Neapels Giovanni Di Lorenzo. Bereits zweimal in seiner Karriere riss sich Florenzi das Kreuzband. Nach seinen Adduktorenproblemen zu Beginn des Jahres und einer allgemeinen Muskelermüdung im März (gefolgt von einer Corona-Erkrankung) scheint der PSG-Profi den Wettlauf gegen die Zeit gerade so zu gewinnen.

4. Benjamin Pavard (Frankreich)

France v Ukraine - International Friendly
Xavier Laine/Getty Images

Der Weltmeister von 2018 dürfte auch bei der EURO2020 als Rechtsverteidiger bei den Bleus gesetzt sein. Der ärgste Rivale des Bayern-Profis ist der 26-jährige Leo Dubois von Olympique Lyon. Den Fußball-Fans noch in guter Erinnerung bleibt Pavards wundervoller Treffer im spektakulären WM-Achtelfinale gegen Argentinien (4:3) zum zwischenzeitlichen 2:2.

3. Marcos Llorente (Spanien)

Marcos Llorente
Fran Santiago/Getty Images

Bei Atlético Madrid mehr in offensiven Gefilden unterwegs, setzt Spaniens Nationaltrainer Luis Enrique Marcos Llorente bevorzugt auf der rechten defensiven Außenbahn ein. Llorentes härtesten Rivalen um einen Platz in der spanischen Elf dürften Pedro Porro vom frisch gebackenen portugiesischen Meister Sporting Lissabon und Routinier Jesus Navas vom FC Sevilla sein.

2. João Cancelo (Portugal)

Joao Cancelo
Jonathan Moscrop/Getty Images

Der 26-Jährige gilt seit einigen Jahren als einer der besten Rechtsverteidiger der Welt. Manchester City war seine Verpflichtung im Sommer 2019 satte 65 Millionen Euro wert, die sie an Juventus Turin überwiesen. In Cedric Soares vom FC Arsenal sitzt Cancelo allerdings eine durchaus ernst zu nehmende Alternative im Nacken.

1. Kyle Walker (England)

Kyle Walker
Albania v England - FIFA World Cup 2022 Qatar Qualifier / Mattia Ozbot/Getty Images

Englands Nationaltrainer Gareth Southgate wird in seinem EM-Kader wohl auf Trent Alexander-Arnold verzichten. Das Liverpool-Eigengewächs hat eine sehr durchwachsene Saison hinter sich. Dennoch wäre er in den meisten Nationalteams gesetzt. Nicht so aber bei den Three Lions, die mit Reece James (Chelsea) und Kieran Trippier (Atletico) über hochklassige Alternativen verfügen. Die Nase vorn hinten rechts dürfte aber Kyle Walker haben. Der 30-Jährige besticht vor allem durch seine enorme Dynamik und könnte im Sommer als englischer Meister und Champions-League-Sieger zur EM fahren!

facebooktwitterreddit