Bastian Schweinsteiger of FC Bayern Muenchen lifts the Bundesliga trophy following his team's match against Augsburg at the Allianz Arena on May 11, 2013 in Munich, Germany

Die 10 ältesten Spieler der Bundesliga

Das Ranking listet die 10 ältesten Bundesligaspieler auf, geordnet nach dem Alter ihres letzten Einsatzes für einen Bundesligaclub.

10. Klaus Fichtel

Klaus Fichtel spielte von 1967 bis 1971 für die Deutsche Fussballnationalmannschaft. Dabei bestritt er 23 Länderspiele und erzielte ein Tor. Mit 43 Jahren, sechs Monaten und drei Tagen zum Zeitpunkt seines letzten Einsatzes am 21. Mai 1988 war er bisher der älteste aktive Spieler in der Bundesliga.    

9. Ulrich Stein

Uli Stein spielte als Torwart von 1978 bis 1997 512-mal in der Bundesliga, 133-mal in der 2. Bundesliga sowie 57-mal in verschiedenen Europapokalwettbewerben. 


Mit 645 Einsätzen in den zwei oberen Spielklassen ist er damit der Akteur mit den meisten Einsätzen im deutschen Profifußball.

Seine Profikarriere begann 1976 bei Arminia Bielefeld, danach wechselte er zum Hamburger SV (1980–1987). Von 1987 bis 1994 spielte er für Eintracht Frankfurt, kehrte für die Saison 1994/95 aber noch einmal zum HSV zurück, nachdem sein Engagement bei der Eintracht 1994 vorzeitig endete und er für kurze Zeit ehrenamtlich als Trainer des 1. FC Langen in der Bezirksliga Offenbach einsprang    

8. Harald 'Toni' Schumacher

Sein Bundesligadebüt gab Schumacher als 19-Jähriger am 8. September 1973 beim FC Köln gegen den VfL Bochum. Er nutze seine Chance und war ab der Saison 1974/75 die Nummer eins der Kölner.


Schumacher galt in den 1980er Jahren als bester Torwart der Welt. Er wurde zweimal Deutscher Meister, einmal türkischer Meister und gewann dreimal den DFB-Pokal. Außerdem wurde er mit  mit der deutschen Nationalelf Europameister und zweimal Vizeweltmeister.

7. Mirko Votava

Mit seinen insgesamt 546 Bundesligaspielen steht Mirko Votava auf Platz fünf der Liste der Bundesligaspieler mit den meisten Einsätzen. Er ist bisher außerdem der älteste Torschütze der Liga (40 Jahre, 121 Tage). Mit Werder Bremen feierte er unter Trainer Otto Rehagel große Erfolge: 1988 und 1993 Deutscher Fussballmeister und 1991 und 1994 DFB Pokalsieger.


In der deutschen Nationalmannschafspielte Votava von 1979 bis 1981 insgesamt fünfmal und wurde mit der Mannschaft bei der Fußball-Europameisterschaft 1980 in Italien Fußballeuropameister, wurde dabei aber nur im Gruppenspiel gegen Griechenland eingesetzt.

6. Bernd Dreher

Bernd Dreher begann seine Profikarriere 1986 beim Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen


Dreher absolvierte 153 Erstliga- (131 Bayer 05 Uerdingen, 13 FC Bayern München, 9 Bayer 04 Leverkusen) und 70 Zweitligaspiele (Bayer 05 Uerdingen).

 

5. Jens Lehmann

Jens Lehmann begann seine Profikarriere 1989 beim FC Schalke 04 in der 2. Bundesliga und stieg 1991 mit der Mannschaft in die 1. Bundesliga auf. Ein Jahr nach dem Gewinn des UEFA-Pokals 1997 verließ er Schalke 04 und wechselte nach Italien zum AC Mailand. Dort verlor er jedoch nach kurzer Zeit seine Stammposition und entschied sich daher, schon in der anschließenden Winterpause zu Borussia Dortmund zu wechseln.


2002 konnte er mit Dortmund die deutsche Meisterschaft gewinnen, bevor er 2003 zum zweiten Mal einen Wechsel ins Ausland vollzog, diesmal nach England zum FC Arsenal, wo er gleich in seiner ersten Saison mit der Mannschaft die Premier League gewann. Auf Grund seiner Leistungen in seinen ersten drei Jahren in England gelang ihm auch der Sprung zum Stammtorwart der deutschen Nationalmannschaft im Vorfeld der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland. Auch bei der Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz stand er im deutschen Tor.

Nach Ablauf des Vertrags in London im Sommer 2008 wechselte Lehmann zum VfB Stuttgart, bei dem er bis zum Ende der Saison 2009/10 beschäftigt war. Obwohl er 2010 seine aktive Karriere eigentlich beendet hatte, kehrte Lehmann im März 2011 bis zum Ende der Saison zum FC Arsenal zurück.

4. Manfred Burgsmüller

Mit seinen 213 Toren steht er auf Platz vier der ewigen Bundesliga-Torschützenliste. Die 135 Bundesligatore für Borussia Dortmund bedeuten Vereinsrekord. Dennoch wurde er in der Bundesliga nie Torschützenkönig.


1978 nahm ihn Bundestrainer Helmut Schön nicht mit zur Weltmeisterschaft nach Argentinien, weil er den knapp 29-jährigen für zu alt hielt. Als Burgsmüller 1984 vom 1. FC Nürnberg zu Rot-Weiß Oberhausen in die 2. Bundesliga wechselte, schien die Bundesliga-Karriere des damals 34-jährigen beendet zu sein. Im Folgejahr wurde er mit 29 Treffern Torschützenkönig der 2. Bundesliga. Ende 1985 holte Otto Rehhagel daraufhin den fast 36-jährigen zurück in die Bundesliga zu Werder Bremen.

Mit Werder holte Burgsmüller 1988 im hohen Fußballeralter von 39 Jahren seinen ersten Titel und wurde Deutscher Meister. 1989 und 1990 erreichte Burgsmüller mit Werder Bremen jeweils das Finale des DFB-Pokals. In der Nationalmannschaft spielte Burgsmüller von 1977 bis 1978 drei Mal.

3. Uwe Reitmaier

Seine Profilaufbahn begann er bei Viktoria Aschaffenburg (2. Bundesliga) (1986-89). Danach ging er ins Ausland zum Wiener Sport-Club (1. Bundesliga) (1989-91). Dann wechselte er zu den Stuttgarter Kickers, für die er 1991 sein Bundesligadebüt gab. Bei seinem nächsten Verein, dem 1. FC Kaiserslautern, war Reitmaier hinter Gerald Ehrmann nur Reservetorwart und kam nur zu 8 Einsätzen, und so ging er 1994 als Nachfolger von Oliver Kahn zum Karlsruher SC. Mit dem KSC erreichte er das Finale um den DFB-Pokal 1996, das er gegen seinen ehemaligen Club aus Kaiserslautern mit 0:1 verlor.

Nach dem Abstieg der Badener aus der Fussball-Bundesliga wechselte er zum VfL Wolfsburg, wo er zwischen 1998 und 2003 163 seiner insgesamt 335 Bundesligaspiele absolvierte. Nachdem Jürgen Röber Reitmaier beim VfL aussortiert hatte, ging der Torwart zu Borussia Mönchengladbach, kam aber auch dort nur mehr sporadisch zum Einsatz. 2004 wechselte er zum FC Rot-Weiß Erfurt in die zweite Liga. Der Vertrag wurde bereits im folgenden März wieder aufgelöst.

Ab Mai 2005 spielte Reitmaier beim norwegischen Erstligisten Lillestrøm SK, der von Uwe Rösler trainiert wurde. Mit diesem Club erreichte er das Pokalendspiel. Mit fast 42 Jahren wurde er zum besten Torwart der Liga gewählt. Danach beendete er seine Karriere als Profi-Fußballer. 

2. Uwe Kamps

Uwe Kamps, gebürtiger Düsseldorfer, spielte in der Jugend beim SV Wersten 04, danach beim BV 04 Düsseldorf, bevor er zu Borussia Mönchengladbach wechselte.

Zwischen 1982 und 2004 war er als Torhüter bei Borussia Mönchengladbach unter Vertrag. Er kam auf 390 Einsätze in der Fussball-Bundesliga. Nachdem er 1992 mit der Borussia im Finale des DFB-Pokal an Hannover 96 scheiterte, war er 1995 Teil der Mannschaft, die mit einem 3:0 über den VfL Wolfsburg DFB-Pokalsieger wurde. Seinen letzten Einsatz als Aktiver hatte Kamps beim letzten Spiel der Borussia auf dem Bökelberg, wo er gegen Ende der Partie für Jörg Stiel eingewechselt wurde. 

1. Morten Olsen

Olsen spielte von 1972 bis 1986 in Belgien. Sein Stern als einer der besten Abwehrspieler Europas ging gemeinsam mit den Erfolgen der dänischen Nationalmannschaft Anfang der 80er Jahre auf. Der bereits über 30-Jährige spielte einen ruhigen Libero der in der Lage war, aus der eigenen Abwehr heraus das Spiel der Dänen zu gestalten.


Als Kapitän führte er die dänische Nationalmannschaft ins Halbfinale der Fußball-Europameisterschaft 1984 in Frankreich, was bis dahin der größte Erfolg des dänischen Fußballs überhaupt war. Im Alter von 37 Jahren gab er sein Debüt in der Bundesliga beim 1. FC Köln und fehlte in seiner ersten Saison bei keinem Spiel.


Morten Olsen spielte insgesamt drei Jahre für den 1. FC Köln in der 1. Bundesliga. Unter dem damaligen Trainer Christoph Daum wurde er einmal deutscher Vize-Meister und einmal Dritter. Im Alter von fast 40 Jahren beendete er dort 1989 seine fußballerische Karriere.

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