Gegen Ende der letzten Saison gab Werders Eigengewächs bekannt, dass es den Bremer Verein verlassen werde. Aaron Hunt verlängerte seinen Vertrag an der Weser nicht mehr und wechselte zum VfL Wolfsburg.

Obwohl er eine Vielzahl an Angeboten hatte, von denen Einige lukrativer waren, entschied er sich für einen Wechsel zum VfL. Dieser hatte sich damals für die Europa League qualifiziert und bot Hunt somit, neben einer Gehaltserhöhung, auch die Perspektive auf das internationale Geschäft. 


Nach etwa einem halben Jahr steht nun fest, dass sich Hunt bei seinem neuen Club noch nicht durchsetzen konnte. Bisher hat er in der laufenden Saison erst 16 Einsätze im Wolfsburger Trikot und stand dabei erst sechsmal in der Startelf. Immerhin konnte er in seinen Auftritten bereits 4 Tore und eine Vorlage sammeln, jedoch sind diese Zahlen sicherlich nicht das, was sich Hunt von seinem Wechsel erhofft hatte. 


Vom absoluten Stammspieler und Aushilfskapitän bei Werder Bremen wurde er zum Edelreservisten bei einem anderen Bundesliga-Klub, weil er die sportliche Lage Werders nicht mehr aushalten konnte. Der dreifache deutsche Nationalspieler wollte nicht mehr gegen Abstieg, sondern um die Meisterschaft kämpfen. Dies war mit Werder Bremen in den folgenden Jahren nicht möglich. Hunt alleine hatte seinen Club wahrscheinlich mehrfach vor dem Abstieg gerettet. Als eine Besserung nicht in Sicht war, entschied sich Hunt dafür, dass er Werder Bremen verlässt.


Doch war sein Wechsel nach Wolfsburg nun ein Fehler?


Der VfL ist aktuell der schärfste Verfolger von Spitzenreiter Bayern München und steht somit auf dem zweiten Platz der Tabelle. Dass jemand, der von einem Abstiegskandidaten zu einem solchen Verein gewechselt ist, erstmal auf der Bank Platz nehmen muss, scheint logisch. Theoretisch sollte Hunt mit seiner Rolle als Joker zufrieden sein, ist er allerdings wohl nicht. Er ist schließlich ein Fußballer, der nicht den Verein wechselt, um dort die längste Zeit auf der Bank zu sitzen. Der VfL Wolfsburg hatte allerdings auch in der letzten Saison viele gute Spieler auf Hunts Position, sodass er mit der heutigen Konstellation hätte rechnen müssen. 


Dass er Werder Bremen verließ, war auf jeden Fall die richtige Entscheidung.

Er wollte sich sportlich verbessern und wieder in anderen Tabellenregionen spielen. Wieso ist er dann nicht in eine ausländische Liga gewechselt? Zu einem Klub, der jemanden auf seiner Position dringend benötigte.

Nach Informationen der 'Bild' lag Hunt ein sehr verlockendes Angebot aus Russland vor, welches er ablehnte, da er in der Bundesliga bleiben wollte. In der russischen Liga hätte er die ersehnten Einsatzzeiten bekommen.

Sein Wechsel nach Wolfsburg war kein Fehler, seine Einschränkung auf die Bundesliga war jedoch einer.