BVB

11 Spieler auf BVB-Streichliste - Offensiv-Star begibt sich auf Klubsuche

Simon Zimmermann
Beim BVB dürfen im Sommer zahlreiche Spieler gehen
Beim BVB dürfen im Sommer zahlreiche Spieler gehen / Dean Mouhtaropoulos/GettyImages
facebooktwitterreddit

Die Umbruch-Debatte bei Borussia Dortmund ist am Siedepunkt. Nach dem Ausscheiden in allen Pokalwettbewerben und dem Ende aller Meisterschaftsträume werden Rufe nach einem Neustart laut. Selbst die mittelfristige Zukunft von Kapitän Marco Reus und Abwehrchef Mats Hummels scheint offen. Die erste Saison von Marco Rose als BVB-Coach verläuft mehr als holprig.

Das dürfte viele Gründe haben. Einer von ihnen ist mit Sicherheit die große Verletzungsmisere. Ein anderer, das einige Spieler im Kader schlicht nicht den Ansprüchen der Schwarz-Gelben genügen. Wie die Bild berichtet, dürfen im Sommer bis zu elf Spieler den Klub verlassen. Auf Zorc-Nachfolger Sebastian Kehl wartet demnach jede Menge Arbeit.


Die Abschieds-Kandidaten beim BVB im Überblick

  • Roman Bürki - nur noch Nummer drei oder vier, soll von der Gehaltsliste (Vertrag bis 2023)
  • Marin Pongracic - Leihe läuft aus, Abschied besiegelt
  • Dan-Axel Zagadou - Vertrag läuft aus, Verlängerung ungewiss
  • Manuel Akanji - darf bei einem guten Angebot gehen
  • Nico Schulz - darf bei einem entsprechenden Angebot gehen
  • Julian Brandt - darf bei einem entsprechenden Angebot gehen
  • Emre Can - Teamkollegen sehen ihn kritisch - BVB hofft wohl auf 15 Mio. Euro Ablöse
  • Axel Witsel - Vertrag läuft aus, Abschied so gut wie besiegelt
  • Marius Wolf - BVB wäre bei Angeboten gesprächsbereit
  • Thorgan Hazard - darf bei einem entsprechenden Angebot gehen
  • Reinier - Leihe läuft aus, Abschied besiegelt

Klar ist, der BVB und Kehl brauchen Einnahmen, um einen echten Umbruch vollziehen zu können. Zudem ist die Zukunftsfrage von Erling Haaland noch nicht endgültig geklärt. Der Norweger wird Dortmund aber wahrscheinlich verlassen und rund 75 Millionen Euro Ablöse bringen.

Doch diese allein wird nicht ausreichen, um einen titelfähigen Kader zusammenzustellen. Für Angebote etwa bei Akanji, Can, Brandt oder Hazard ist man daher offen.

Hazard-Berater geht aktiv auf Klubsuche

Hazard, der 2019 für 25,5 Millionen Euro aus Gladbach kam, steht in Dortmund noch bis 2024 unter Vertrag. Der Belgier hat unter Rose allerdings einen schwierigen Stand, flog sogar einmal wegen schwacher Trainingsleistungen aus dem Kader.

96 Pflichtspiele hat der 28-jährige Belgier bislang für den BVB absolviert. 17 Tore und 20 Vorlagen gelangen Hazard dabei. Zu wenig, für die großen Hoffnungen, die man in ihn gesteckt hatte. Hazard ist einer der Spieler, die bei einem passenden Angebot gehen dürfen.

Thorgan Hazard
Thorgan Hazard hat die Erwartungen in Dortmund nicht erfüllt / Visionhaus/GettyImages

Das scheint er selbst auch zu wissen. Laut Bild-Podcast 'Stammplatz' ist der Belgier bereits aktiv auf Vereinssuche. "Thorgan Hazard sucht gerade schon selbst nach einem neuen Verein. Der Vater ist sein Berater und ist auch schon proaktiv unterwegs. Wenn da ein Verein kommt und 20 Millionen Euro zahlen will, dann greift Dortmund mit Kusshand zu", erklärte Bild-Reporter Sebastian Kolsberger.

Das wäre die Summe, die Hazards aktuellem Marktwert entspricht. Ob diese ein interessierter Klub für den 41-fachen Nationalspieler auf den Tisch legt, bleibt zumindest fraglich. Die beste Chance hätte der BVB wohl bei einem Verkauf in die Premier League.

Spielerverkäufe wichtig, um Umbruch einzuläuten

Gelingt es neben Hazard noch weitere Stars zu verkaufen - wie Akanji, Brandt, Schulz und Can - könnte der finanzielle Spielraum geschaffen werden, um die Mannschaft signifikant zu verstärken. Neben der bereits feststehenden Verpflichtung von Niklas Süle steht Freiburgs Shootingstar Nico Schlotterbeck für die Abwehr auf der Liste. Zudem kommt das Werben um Karim Adeyemi, mit dem man sich bereits einig sein soll.

In den vergangenen Tagen wurde auch wieder vermehrt über Timo Werner spekuliert. Wie gesagt, klingt nach sehr viel Arbeit für Sebastian Kehl und Co.


Alles zum BVB bei 90min:

facebooktwitterreddit