1. FC Köln

Sparkurs in Köln: Effzeh-Stars müssen Gehaltseinbußen hinnehmen

Yannik Möller
Jonas Hector
Jonas Hector / Alexander Scheuber/GettyImages
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Der 1. FC Köln will seinen Gehälter-Sparkurs rigoros durchziehen. Das betrifft vor allem Spieler, die im Sommer ins letzte Vertragsjahr gehen und somit vor einer wichtigen Zukunftsentscheidung stehen. Betroffen sind u.a. Jonas Hector und Anthony Modeste.


Weiterhin befindet sich der Effzeh auf einem für den Verein wichtigen Sparkurs. Das betrifft nicht nur Neuverpflichtungen und vor allem Abgänge, wie es sie in diesem Winter bereits mehrfach gab. Zwar ergaben sich so einige Einsparungen, doch liegt der Fokus weiterhin auf der Gehaltsstruktur.

Der Effzeh hat sich selbst verpflichtet, die Gehälter nach und nach zu drosseln. Die Maßnahmen: neue Spieler sollen im Monat nur noch etwa 60.000 Euro bekommen können, Top-Verpflichtungen sollen bei 1,5 Millionen Euro aufs Jahr gerechnet gedeckelt werden (via Bild). Einschnitte, die der Verein von sich aus eingeht und selbstverständlich die ein oder andere Schwierigkeit mitbringen.

Im Fokus stehen somit die Spieler, die einen zum Sommer 2023 auslaufenden Vertrag haben. Das sind viele der Profis, darunter auch namhafte Kandidaten. Die Krux: aufgrund dieser Vertragslaufzeit stehen sie vor einer wichtigen Entscheidung. Entweder sie verlängern in Köln, oder sie müssen schon zum Ende der laufenden Saison verkauft werden. Ansonsten geht dem Klub zu viel potenzielles Geld flöten.

Kölns Sparkurs trifft mehrere Spitzenverdiener: Hector, Horn und Co. im Fokus

Mit dabei sind auch diverse Spitzenverdiener - Kapitän Jonas Hector etwa. Auch Keeper Timo Horn, Mark Uth sowie die bei anderen Klubs gefragten Ellyes Shkiri und Sebastian Andersson, die beim Effzeh vergleichsweise fürstlich entlohnt werden.

Sollten sie grundsätzlich verlängern wollen, müssten sie teils deutlich spürbare Gehaltseinbußen hinnehmen. Schließlich müssen auch die Hectors und Horns in die geplanten finanziellen Rahmen eingebracht werden. Mit einem aktuellen Jahresgehalt von rund drei Millionen Euro kann das nicht funktionieren.

Das ist auch bei Anthony Modeste ein Thema, der laut Bild im gleichen Gehaltsbereich liegt. Allerdings gibt es beim Stürmer, der unter Steffen Baumgart wieder zu alter Form gefunden hat, einen kleinen Ausweg: durch einen existierenden Anschlussvertrag könnten die allzu großen Einschnitte noch etwas aufgefangen werden.

Steffen Baumgart, Anthony Modeste
Anthony Modeste hat einen Anschlussvertrag / Martin Rose/GettyImages

Bei Benno Schmitz und Florian Kainz laufen die Gespräche zu neuen Verträgen bereits. Demnach würden beide gerne in Köln bleiben wollen. Im Gegensatz zu den Topverdienern müssten die beiden ihre Gage allerdings auch nicht mindestens halbieren.

Der aktuell Achtplatzierte der Bundesliga befindet sich also auf einem riskanten Pfad. Dass gewisse Gehaltsstrukturen aufgebrochen und verringert werden müssen, ist nur logisch. Dennoch wird der Klub dadurch so manchen Spieler an den Rand des Abschieds bewegen, obwohl ein Verbleib zuvor möglich erschien. Finanziell scheint es für diesen Weg aber keine wirkliche Alternative zu geben.


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