Nun ist es fix: Die AC Milan verabschiedet sich als neunter Klub aus der Super League. Der italienische Top-Klub gab seinen Austritt am Mittwochnachmittag in einer Vereinsmitteilung offiziell bekannt. Juventus Turin hat ebenfalls zu den Entwicklungen offiziell Stellung bezogen.



Milan begann mit ähnlichen Aussagen wie Atletico und Inter. Der italienische Traditionsklub übte sich in Ausreden und versuchte seine Entscheidung mit derselben Argumentation wie Real-Präsident Florentino Perez zu begründen: "Wir haben die Einladung zur Teilnahme am Super-League-Projekt mit der aufrichtigen Absicht angenommen, den bestmöglichen europäischen Wettbewerb für Fußballfans auf der ganzen Welt und im besten Interesse des Vereins und unserer eigenen Fans zu liefern. Veränderungen sind nicht immer einfach, aber Evolution ist notwendig für den Fortschritt, und die Strukturen des europäischen Fußballs haben sich über die Jahrzehnte entwickelt und verändert."


Während die englischen Klubs sich entweder kaum zu ihren Entscheidungen äußerten oder aufrichtig entschuldigten, verlautbart Milan genauso wie Inter und Atletico den Wunsch nach einer Alternative zur Super League, die die UEFA wohl bald liefern wird: "Die Stimmen und die Bedenken der Fans auf der ganzen Welt haben sich jedoch klar zur Super League geäußert, und der AC Mailand muss auf die Stimmen derer hören, die diesen wunderbaren Sport lieben. Wir werden weiterhin hart daran arbeiten, ein nachhaltiges Modell für den Fußball zu schaffen."


Andrea Agnelli steht mit seinem Super-League-Projekt in Italien nun alleine da

Juventus will an den Ideen hinter der Super League festhalten


Juventus äußerte sich noch vorsichtiger und wollte eigentlich auch gar nicht zugeben, dass man aus dem Projekt überhaupt austritt. Da Klubchef Andrea Agnelli zu den Initiatoren des Projekts gehört, will der italienische Dauermeister noch nicht die hinter der Super League steckenden Ideen gänzlich begraben - und gibt trotz alle dem zu, dass die derzeitige Form der Idee wohl nicht durchkommen wird.


Hier das komplette Statement:



"Unter Bezugnahme auf die von Juventus am 19. April 2021 herausgegebene Pressemitteilung bezüglich des Projekts zur Schaffung der Super League und der anschließenden öffentlichen Debatte gibt der Klub an, dass ihm der Antrag und die anderweitig geäußerten Absichten einiger Vereine, sich aus diesem Projekt zurückzuziehen, bekannt sind, obwohl die notwendigen Verfahren, die in der Vereinbarung zwischen den Vereinen vorgesehen sind, noch nicht abgeschlossen sind.


In diesem Zusammenhang ist Juventus zwar nach wie vor von der Gültigkeit der sportlichen, kommerziellen und rechtlichen Aspekte des Projekts überzeugt, glaubt aber, dass es derzeit wenig Chancen hat, in der Form, in der es ursprünglich konzipiert wurde, realisiert zu werden.


Juventus ist weiterhin bestrebt, langfristige Werte für das Unternehmen und für die gesamte Fußballbewegung zu schaffen."