Aus den letzten sieben Bundesligaspielen ging der FC Augsburg sechsmal als Verlierer vom Feld, nur gegen Union Berlin konnten die Fuggerstädter einen knappen 2:1-Sieg einfahren. Die Abstiegszone rückt näher. Doch trotz der Talfahrt spricht Stefan Reuter seinem Trainer nicht nur das Vertrauen aus, sondern plant die Zukunft sogar langfristig mit Heiko Herrlich.


In den vergangenen Wochen kursierten rund um den FCA die Namen Manuel Baum und Markus Weinzierl, die Herrlich als Chefcoach der Bayern ablösen könnten. Schon nach der 0:2-Pleite gegen den VfL Wolfsburg stärkte Reuter seinem Trainer allerdings den Rücken und betonte, keine Trainerdiskussion anfangen zu wollen: Wir bleiben ruhig, vertrauen dem Trainer, der absolute Qualität und sehr viel Erfahrung hat."


Reuter will kein "Bauernopfer" finden


Diesen Vertrauensbeweis untermauerte Augsburgs Sport-Geschäftsführer in einem Interview mit der Augsburger Allgemeinen erneut. "Es ist wichtig, dass man nicht einfach ein Bauernopfer findet, weil es populistisch ist, sondern nur der eigenen Überzeugung folgt", so Reuter, der darüber hinaus erklärte, dass Herrlich, dessen Vertrag 2022 endet, noch viele, viele Wochen und Monate auf der Trainerbank des FCA Platz nehmen werde: "Ich bin überzeugt davon, dass wir nicht nur die Saison zusammen beenden, sondern dass Heiko Herrlich wegen seiner Qualitäten als Trainer und als Mensch sehr langfristig beim FC Augsburg tätig sein wird."

Dass es entgegen Reuters Vertrauensbeweis doch anders kommen werde und Herrlich zeitnah gehen müsse, könne er sich "im Moment nicht vorstellen". Auch Gerüchte, nach denen der FCA-Coach den Rückhalt der Mannschaft verlieren würde, wischte Reuter beiseite: "Er hat die 100-prozentige Akzeptanz."


Aktuell liegt der FC Augsburg mit 22 Zählern auf dem 13. Platz, der Relegationsrang ist allerdings nur noch vier Punkte entfernt. An diesem Wochenende empfangen die Fuggerstädter Bayer Leverkusen, danach geht es zum FSV Mainz 05 - ein richtungsweisendes Spiel für die kommen Wochen.