Nach der Pleite in Bremen kritisierte Augsburgs Torwart Rafal Gikiewicz die eigenen Mitspieler für deren Verhalten. Seine Kritik an Ex-Verein Union Berlin vor wenigen Monaten ist nicht gut gealtert.


Rafal Gikiewicz hatte nach der 0:2-Niederlage seines FC Augsburg bei Werder Bremen ordentlich die Nase voll. Besonders genervt war der Torwart über das Verhalten seiner Mitspieler nach dem Abpfiff. "Wir verlieren ein wichtiges Spiel in Bremen 0:2 und wir lachen jetzt auf dem Platz. Das kann ich nicht akzeptieren, das geht für mich nicht", sagte er bei Sky.


Auch schon mit der Spielweise seiner Mannschaft sei er während der Partie, die Augsburg durch zwei späte Tore von Theodor Gebre Selassie und Felix Agu verlor, nicht einverstanden gewesen: "Ich verstehe auch nicht, warum wir ab der 70. Minute nur noch tief stehen und auf das Gegentor warten."


Für Augsburg war es die vierte Niederlage in den vergangenen fünf Spielen, nach einem sehr guten Saisonstart sind die Fuggerstädter inzwischen elfter. Das in Kombination mit 19 Punkten ist für den FCA zwar ein respektables Ergebnis, doch schon seit vielen Wochen spielt Augsburg schlicht nicht mehr gut und gewinnt wenn dann mal knapp bei den Abstiegskandidaten Köln und Bielefeld.


Gikiewicz will vor Union Berlin stehen


Vor allem Gikiewicz persönlich wird das ärgern, denn sein Ex-Klub Union Berlin steht deutlich vor Augsburg. Am Anfang der Saison, als der FCA Union noch geschlagen hatte, sagte der Pole bei Sport1: "Ich bin jetzt in Augsburg und ich bin glücklich. Der erste Sieg gegen Union Berlin schmeckt doppelt gut. Wir haben aktuell mehr Punkte als Union und das ist auch mein persönliches Ziel. Ich will einfach zeigen, dass ich ein guter Torhüter bin und sie einen Fehler gemacht haben. Sie hätten Gikiewicz halten müssen."


Im polnischen Fernsehen hatte er zudem gesagt (via transfermarkt.de): "Vom ersten Treffen an hatte ich nicht das Gefühl, dass der Klub seinen besten Spieler halten will. Das habe ich nicht verstanden." In Berlin allerdings ist man mit seinem Nachfolger Andreas Luthe zufrieden und vermisst Gikiewicz bislang nicht wirklich. Stattdessen muss er nun seinen neuen Mitspielern offenbar ein wenig in den Hintern treten, um Tugenden, die bei Union selbstverständlich sind, einzufordern.