Nachdem der FC Chelsea mit 1:0 gegen Atlético gewann und damit das Achtelfinal-Hinspiel der Champions League für sich entscheiden konnte, war nicht etwa Siegtorschütze Oliver Giroud der gefeierte Held. Vielmehr überschlugen sich die Lobeshymnen im Bezug auf Verteidiger Andreas Christensen, der unter Thomas Tuchel endlich seinen Durchbruch bei den Blues schaffen könnte.


Bereits mit 16 Jahren wechselte Andreas Christensen von Brondby Kopenhagen in die Jugendabteilung des FC Chelsea. Von 2015 bis 2017 wurde der dänische Verteidiger an Borussia Mönchengladbach verliehen und machte dort auf sich aufmerksam. Trotz der Gladbacher Bemühungen, das damalige Talent fest zu verpflichten, ging es für Christensen wieder zurück nach London.

In der Folge wechselte er dort munter zwischen Spielfeld, der Bank und der Tribüne und viele Anhänger schrieben ihn schon ab. Doch spätestens seitdem Thomas Tuchel das Amt des Chelsea-Trainers bekleidet, scheint Christensen sich in der Londoner Dreierkette festzuspielen. In 2021 stand der Ex-Gladbacher sechsmal auf dem Feld - Chelsea gewann alle sechs Partien und kassierte dabei insgesamt nur zwei Gegentore.

Die Krönung war sein Auftritt beim Sieg in Madrid, als Chelsea das Achtelfinal-Hinspiel bei Atlético für sich entscheiden konnte.


Das Netz überschlägt sich und leistet Abbitte


Als einer der Hauptgaranten für die starke Defensivleistung der Blues wurde Christensen danach mit Lob überhäuft. Viele Anhänger der Blues hatten ihn schon abgeschrieben, doch waren sie nicht zu stolz, ihren Fehler einzugestehen.


Dabei hatte Thomas Tuchel laut Christensen gar nicht viel geändert. Der neue Trainer habe ihm lediglich den Auftrag vermittelt, sich auf dem Rasen wohlzufühlen. Scheinbar reichte dem Dänen dieses entgegengebrachte Vertrauen mit Leistungen zu honorieren. Gegen Atlético zeigte er sich nicht nur sehr stabil in der Abwehr-Arbeit, sondern beteiligte sich auch extrem sicher am Aufbauspiel. Nach der Partie konnte Christensen eine Passquote von 96% vorweisen - selbst für einen Innenverteidiger ein herausragender Wert.


Ob diese Gala gegen Madrid reicht, um sich bei Chelsea endlich zu etablieren, werden die nächsten Wochen zeigen. Christensen steht nur noch bis zum Sommer 2022 in London unter Vertrag, eine erste Bewerbung für eine Verlängerung gab er nun jedoch ab.