Es gibt Knatsch zwischen dem FC Augsburg und RB Leipzig: RB möchte das Pokalspiel aus der kommenden Woche gerne in den Januar verlegen, doch weil sich der FCA weigert, hat der DFB den Antrag abgelehnt. Wahrscheinlich geht die Sache vor Gericht.


Wie der FC Bayern und Bayer Leverkusen war auch RB Leipzig im vergangenen Sommer in einem europäischen Finalturnier dabei und zog in der Champions League bis ins Halbfinale ein. Eine Sommerpause gab es deshalb kaum. Genau wie Bayern und Bayer möchte RB sein Pokalspiel gegen den FC Augsburg vor Weihnachten gern verlegen, um wenigstens jetzt kurz durchschnaufen zu können.


"Es gibt einige Spieler, die ihre Familien zuletzt vor einem Jahr gesehen haben. Theoretisch müssten Spieler aus dem Ausland am Heiligen Abend wieder antanzen, damit wir am 29. Dezember mit dem Training beginnen können", zitiert die Augsburger Allgemeine Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann. Heißt: Keine Zeit, zwischen dem Pokalspiel am 22. Dezember und dem Trainingsauftakt in den Heimaturlaub zu fahren. Und wieder nur sieben Tage Pause.


Augsburg lehnt Verlegung "aus sportlichen Gründen" ab


Während beispielsweise Leverkusens Gegner Eintracht Frankfurt der Verlegung aber zugestimmt hat, stellt sich der FC Augsburg quer: "Leipzig hat bei uns angefragt. Wir haben intern darüber diskutiert und aus sportlichen Gründen abgelehnt", heißt es von Vereinsseite. Die sportlichen Gründe sind die, dass der Nachholtermin zwischen die beiden Spiele gegen Stuttgart und Bremen fallen würde. "Das ist eine ganz wichtige sportliche Phase für uns", sagt der Verein, der in den Duellen wichtige Zähler für den Klassenerhalt sammeln will.


Im Oktober gewann RB Leipzig mit Christopher Nkunku (r.) gegen Augsburg und Tobias Strobl 2:0.

Weil die Augsburger also nicht mitmachen und RB den Antrag sehr spät eingereicht habe, hat der DFB die Verlegung des Pokalspiels nach Informationen der Bild abgelehnt: "Der Antrag von RB Leipzig ist eingegangen und die Argumente von beiden Klubs vollumfänglich betrachtet worden", heißt es von DFB-Seite.


Auch Bayer Leverkusen war am Verband zunächst gescheitert und hatte dann vor dem Schiedsgericht doch recht bekommen. RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff hatte bereits angekündigt, im Zweifel den gleichen Weg gehen zu wollen. Der Unterschied ist aber wie erwähnt, dass Leverkusens Gegner mitspielte und Leipzigs eben nicht. Wie die Bild schreibt, wird am Dienstag das schriftliche Urteil ausgegeben - und damit die nächste Runde dieses Streits eingeläutet.