Englische Wochen in der Bundesliga. Das heißt: auch am Mittwochabend rollte der Ball, auf insgesamt vier Plätzen. Am frühen Abend hatte Schalke bereits das Kellerduell gegen den 1. FC Köln verloren.

Die Berichte und Reaktionen zu den Spielen:



Augsburg - FC Bayern: 0:1 | Spielbericht und Netzreaktionen


Der FC Bayern gewann am Wochenende knapp beim SC Freiburg, während Augsburg bei Werder Bremen verlor. Das Bayern-Duell in Augsburg schien am Mittwochabend auch schnell in eine klare Richtung zu gehen: Rani Khedira hielt im Strafraum den Fuß gegen Lucas Hernandez drüber, anschließend gab es zudem ein Augsburger Handspiel. In Summe: Elfmeter für den FC Bayern, den Robert Lewandowski kühl nach 13 Minuten verwandelte. Apropos Hand-Elfmeter: dem FCA wurde ein solcher verwehrt, als Lucas Hernandez der Ball im eigenen Strafraum an den Arm sprang. Eine Konzessionsentscheidung hätte es durchaus geben können.

Nach dem Führungstreffer trat der Rekordmeister brutal dominant auf und ließ Augsburg überhaupt nicht ins Spiel kommen. Nichtsdestotrotz flachte das Spiel ab und ließ die ganz großen Highlights vermissen. Die knappe Bayern-Führung hielt das Spiel indes spannend, zumal Robert Lewandowski in der zweiten Halbzeit mit muskulären Problemen ausgewechselt werden.

Und dann, 75 Minuten gespielt, bekamen die Hausherren doch ihren Hand-Elfmeter! Dieses mal war es Pavard, der das Leder mit dem Arm spielte. Den Strafstoß hatten sich die Fuggerstädter durch starke Minuten verdient, in denen sie die Bayern tief in die eigene Hälfte drängten. Der eingewechselte Alfred Finnbogason erntete die Früchte jedoch nicht und setzte den Ball vom Punkt an den Pfosten. Augsburg rannte anschließend konsequent an und ließ den FC Bayern - wieder einmal - nicht gut aussehen und zittern. Der Rekordmeister schleppte das 1:0 und die drei Punkte schließelich jedoch ins Ziel.



SC Freiburg - Eintracht Frankfurt: 2:2 | Spielbericht und Netzreaktionen


Mit dem SC Freiburg und Eintracht Frankfurt trafen zwei der Formstärksten Teams der Liga aufeinander. Und das Spiel hielt, was es im Vorfeld versprach. Amin Younes brachte die Gäste aus der Bankenmetropole schon nach sechs Minuten in Führung. Freiburg biss sich allerdings in die Partie und ließ sich von dem Rückstand nicht entmutigen. Roland Salli belohnte die Breisgauer nach etwas mehr als einer halben Stunde und traf mit einem schönen Heber über Kevin Trapp zum Ausgleich.

Nach dem Seitenwechsel blieb es beim offenen Schlagabtausch. Freiburg-Coach Christian Streich brachte Nils Petersen und Gott, ist der Fußball schön: nur fünf Minuten später traf der Joker vom Dienst zur Freiburger Führung. Der Vorsprung der Hausherren hatte jedoch nur knapp 15 Minuten Bestand, bis Keven Schlotterbeck mit dem Allerwertesten ins eigene Tor traf und für die Eintracht ausglich. Eine insgesamt zerfahrene, wilde und spannende Partie endete schließlich mit dem unter dem Strich gerechtfertigten 2:2.



Arminia Bielefeld - VfB Stuttgart: 3:0 | Spielbericht und Netzreaktionen


Auf der Alm stieg das Duell der beiden Bundesliga-Aufsteiger. Während die Hausherren aus Bielefeld eine typische Aufsteiger-Saison spielen und um den Klassenerhalt kämpft, konnte der VfB die Liga bislang mit rigorosem Tempo-Fußball schocken und begeistern.

Am Mittwochabend verkehrte sich dieses Bild jedoch. Fabian Klos eröffnete den Torreigen für die Arminia nach 27 Minuten in einer durchaus ausgeglichenen Partie. Der DSC blieb anschließend kaltschnäuzig und effizient und erzwang kurz nach dem Seitenwechsel das 2:0: Stuttgart-Kapitän Kempf traf ins eigene Tor. Bielefeld-Stürmer Doan schnürte noch eine Schleife auf das Paket und erzielte das 3:0. Welcher Aufsteiger verzaubert hier die Liga mit Tempo-Offensiv-Fußball?!


RB Leipzig - Union Berlin: 1:0 | Spielbericht und Netzreaktionen


Hätte man vor der Saison auch nicht gedacht: Leipzig empfing mit Union Berlin am Mittwochabend einen Mitkonkurrenten um die europäischen Ränge. Trotzdem gingen die Hausherren als klarer Favorit in die Partie, mussten jedoch zuletzt eine Niederlage gegen den BVB und nur ein Unentschieden gegen Wolfsburg hinnehmen.


Auch gegen Union Berlin taten sich die Bullen lange schwer, ließen Torchance um Torchance liegen und fanden gegen eine wie gewohnt gut sortierte Unioner Defensive zu wenig Antworten. 70 Minuten rannten die Sachsen unermüdlich an, bis Emil Forsberg das Bollwerk mit einem satten Schuss knackte. Das knappe 1:0 reichte den Bullen, um sich nach den Spielen gegen den BVB und Wolfsburg wieder etwas zu berappen.