Es hat sich bereits im gestrigen englischen Wirbel angedeutet - und nun ist es offiziell: Atletico Madrid tritt als siebter und erster nicht-englischer Klub aus der Super League aus. Dies gab der spanische Klub über seine Vereinskanäle bekannt. Inter Mailand gab wenige Minuten danach ebenfalls ihren Austritt bekannt.



"Der Vorstand von Atlético de Madrid hat in seiner Sitzung am heutigen Mittwochmorgen beschlossen, der Superliga und den übrigen Gründungsvereinen formell seine Entscheidung mitzuteilen, den Beitritt zum Projekt nicht endgültig zu formalisieren", so der La-Liga-Klub auf seiner Vereinsseite.


Jetzt kommt aber ein interessantes Detail hinzu, das von den zuvor ausgetretenen Klubs nicht genannt wurde: "Atletico Madrid hat am vergangenen Montag die Entscheidung getroffen, sich diesem Projekt anzuschließen, als Reaktion auf Umstände, die heute nicht mehr bestehen."


Welche Umstände könnte man damit meinen? Die wahrscheinliche Antwort: Geld. Die UEFA will als Reaktion auf die Super League noch mehr Geld in den Wettbewerb pumpen und dafür weitere "Reformen" durchsetzen. Ob sich Fans dagegen genauso wie gegen die Super League erwehren werden?


Inter äußerte sich genauso wie Atletico eher vorsichtig zum Projekt und wollte mit dem zuvor erfolgten Beitritt keinen Fehler eingestehen: "Inter ist der Meinung, dass der Fußball, wie jeder andere Wirtschaftszweig auch, ein Interesse daran haben muss, seine Wettbewerbe ständig zu verbessern, um Fans aller Altersgruppen auf der ganzen Welt weiterhin zu begeistern, und zwar im Rahmen der finanziellen Nachhaltigkeit. Mit dieser Vision freuen wir uns auf die weitere Zusammenarbeit mit Institutionen und allen Interessengruppen für die Zukunft des Sports, den wir alle lieben."


Bald soll auch die AC Milan mit einer offiziellen Austrittserklärung an die Öffentlichkeit gehen. Zum jetzigen Stand sind neben Milan nur noch Real Madrid, der FC Barcelona und Juventus Turin Teil des Projekts.