In Köln steht die Rückkehr von Sebastian Andersson an. Der Stürmer, der im Laufe der Saison auf bisher lediglich zehn Einsätze kam, soll der Mannschaft im Endspurt nochmal Kraft und dem Trainer eine weitere Option für die weiterhin lahmende Offensive geben.


Das letzte Mal stand Sebastian Andersson Mitte Dezember auf dem Platz, seitdem fehlte er dem 1. FC Köln. Durch sein Knochenödem verpasste er einige Wochen und somit wichtige Spiele. Immerhin steckt das Team nicht mehr mittendrin im Abstiegskampf, doch ist mit lediglich ein, zwei schlechten Wochen ein gefährliches Abrutschen möglich.


Immer wieder war die viel zu ungefährliche Offensive das Problem. Mit nur 22 erzielten Treffern hat man die drittwenigsten Tore erzielt, nur Aufsteiger Arminia Bielefeld (derzeit 18 Stück) und das hoffnungslose Schlusslicht Schalke 04 (mit 16) sind schlechter.


Umso wichtiger, dass Andersson nun vor seiner Rückkehr steht. Zwar verließ er den Trainingsplatz ein paar Minuten früher als seine Teamkollegen (via Bild), doch nach einer so langen Zwangspause ist Vorsicht besser als Nachsicht.


Kein Blitz-Comeback für Andersson - dafür bringt er Konkurrenzkampf und etwas Hoffnung


Einem Blitz-Comeback gegen den Ex-Klub des Schweden, Union Berlin, erteilte Effzeh-Chef Horst Heldt gegenüber der Bild eine Absage: "Schön, dass er zurück ist, das sah schon gut aus. Aber wir müssen jetzt erst mal abwarten, wie sich alles entwickelt." Auch Torwart Timo Horn freute sich über das Wiedersehen: "Super, dass er wieder auf dem Platz gestanden hat. Das hat uns alle sehr gefreut."


Anderssons letzter Einsatz: Im Dezember hieß der Gegner Leverkusen

Der Keeper vergaß nicht zu betonen, dass Andersson eigentlich für die Startelf eingeplant war und man diesen Ausfall über einen großen Teil der Saison nun immer kompensieren musste. Das sei "nicht leicht" gewesen, so Horn. Intern wird das Spiel-Comeback für die erste Partie nach der demnächst anstehenden Länderspielpause geplant, das wäre Anfang April.


Bis dahin wird darauf gehofft und dafür gearbeitet, dass das Knie des 29-Jährigen nicht nochmal Probleme verursacht. Im Optimalfall kann der neunfache Nationalspieler jede Woche spürbar mehr leisten, sodass er möglichst früh völlig sorgenfrei aufspielen kann.


Auch wenn Andersson in den bisher zehn Einsätzen in der Bundesliga nur zwei Treffer hat erzielen und einen weiteren vorbereiten können, so gilt er doch zurecht als eine Art kleiner Hoffnungsschimmer. Zum einen, weil Winter-Neuzugang Emmanuel Dennis auch noch nicht so richtig angekommen ist. Zum anderen, weil das Trainerteam um Markus Gisdol ursprünglich fest mit ihm geplant hat. So sind auch Ideen und Abläufe entstanden, die auf ihn zugeschnitten sein sollten.


Was auf der einen Seite also heißt, dass schon sehr bald wieder verlässlicher geplant werden kann, auch mit der Qualität des Angreifers, bedeutet andererseits auch, dass es wieder mehr Konkurrenzkampf in der Offensive gibt. Keiner der Sturm-Optionen wird freiwillig zurückziehen. Ebenfalls ein Faktor, aus dem Köln nochmal etwas Kraft schöpfen konnte, um den Klassenerhalt alsbald dingfest zu machen.