Bahnt sich da etwa der Transfer an, mit dem Hasan Salihamidžić, Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge all den Bayern-Kritikern die kalte Schulter zeigen können? Leroy Sané will sich ja bekanntlich nach dem Urlaub entscheiden, ob er zum FCB will oder bei Manchester City bleibt. Offenbar übt Ersteres nun doch einen größeren Reiz für ihn aus.


​Leroy Sané und der ​FC Bayern - es ist eine der Transfersagas dieses Sommers. Zunächst schien man optimistisch zu sein im Lager des deutschen Rekordmeisters, später hieß es wieder, Sané würde einen Verbleib in Manchester bevorzugen. Die Bayern-Spekulationen hätten vor allem dazu gedient, bei seiner Vertragsverlängerung bei den ​Skyblues mehr Geld rauszuholen. Mit Ousmane Dembélé wurde in München auch direkt eine ​Alternative in die Welt gesetzt. Mittlerweile tummeln sich ​die "Plan B's" an der Säbener Straße.


​Karl Heinz Rummenigge hat nun Anfang der Woche die Hoffnungen auf Sané zumindest etwas wieder aufleben lassen. Der Nationalspieler kehre bald aus dem Urlaub zurück und wolle sich dann entscheiden, gab der FCB-Vorstandsvorsitzende zu Protokoll. Man habe weiter die Hoffnung, den Außenstürmer zu verpflichten.


Sanés Karriere-Leistungsdaten im Überblick:

Saison​Klub​Statistik​
​13/14Schalke​23x U19-Bundesliga, 1x Bundesliga
10 Tore, 10 Vorlagen​
​14/15​Schalke​13x Bundesliga, 1x Champions League
4 Tore, 1 Vorlage
​15/16​Schalke33x Bundesliga, 7x Europa League, 2x DFB-Pokal
9 Tore, 7 Vorlagen​
​16/17​ManCity​26x Premier League, 4x Champions League, 7x Pokal
9 Tore, 8 Vorlagen
​17/18​ManCity32x Premier League, 9x Champions League, 8x Pokal
14 Tore, 19 Vorlagen
​18/19​ManCity​31x Premier League, 8x Champions League, 8x Pokal
16 Tore, 18 Vorlagen


Sané tendiert zu Bayern-Wechsel


Wie ​90min-England erfahren hat, sind diese Hoffnungen durchaus berechtigt. Demnach tendiere Sané tatsächlich dazu, Manchester City zwei Jahre vor Vertragsende gen München zu verlassen. Der Grund für seinen Wechselwunsch liegt vor allem in der versprochenen Hauptrolle, die ihn beim FC Bayern erwartet und die ihm Pep Guardiola in Manchester nicht geben kann oder will.


City hat zwar keinerlei Druck, Sané zu verkaufen. Dessen Drängen auf einen Wechsel nach München würden die Verantwortlichen aber wohl nachkommen. Nur dann aber, wenn die Ablöse stimmt. Nach unseren Infos rufen die Skyblues einen Preis von mindestens 80 Millionen Pfund auf - also knapp 89 Millionen Euro. Für den FC Bayern könnte das eine gerade noch akzeptable Summe sein. Sie läge zwar über der von Hoeneß postulierten Schmerzgrenze von 80 Millionen Euro, wäre aber immerhin noch im zweistelligen Millionenbereich.


Gut für die Bayern ist auch, dass Guardiola Brasiliens Shootingstar Everton ins Auge gefasst haben soll. Der spielt aktuell noch in der Heimat bei Gremio Porto Alegre und wäre ein weiterer Konkurrent für Sané. Zudem harmonierte der 23-Jährige beim Copa-America-Triumph der Selecao prächtig mit City-Stürmer Gabriel Jesus, der für Brasilien in etwas ungewohnterer Rolle auf dem rechten Flügel auftrat.


Am Ende könnte Rummenigges ​Dominorechnung also aufgehen: ManCity holt Everton, der Weg für Sané zu den Bayern ist frei und der Rekordmeister hätte endlich seinen Kracher-Transfer für die Offensive.


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