Am 28. September gastiert der​ FC Bayern München in der Hauptstadt für die Bundesliga-Partie gegen​ Hertha BSC Berlin. Am gleichen Tag findet jedoch auch der Staatsbesuch des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan statt. Nun fordern Teile der Berliner Polizei die Verlegung des Spiels, um die ohnehin schon angespannte Personallage nicht weiter zu strapazieren.


Erdogan wird am 28. und 29. September zum Staatsbesuch in Berlin erwartet und der Besuch des türkischen Präsidenten in der Hauptstadt, der ohnehin schon umstritten war, könnte nun für weitere weitreichende Folgen sorgen. Demnach strebt der Personalrat der Berliner Polizei eine Verlegung des Bundesliga-Spiels des FC Bayern München gegen den Klub aus der Hauptstadt an.


FC Schalke 04 v Hertha BSC - Bundesliga

Bereitet sich auf eine Spielverlegung vor: Hertha-Trainer Pal Dardai



Die oberste Personalvertretung, verantwortlich für rund 25.000 Mitarbeiter forderte Berlins Innensenator Andreas Geisel auf, die Ausrufung eines polizeilichen Notstands zu prüfen. Die Folgen einer solchen Entscheidung wären weitreichend. So müsste, ebenfalls auf Forderung des Personalrats das Freitagabend-Spiel zwischen den Bayern und Berlin aufgrund von Personalnot innerhalb der Berliner Polizei und der ohnehin schon angespannten Lage verschoben werden.


Polizei erwartet Proteste


In Berlin wartet man unterdessen derweil nicht nur auf die Ankunft des türkischen Staatsoberhauptes, sondern auch auf das Aufeinandertreffen von Erdogan-Befürwortern und Erdogan-Gegnern. Die Sicherheitsbehörden werden demnach ihre volle Aufmerksamkeit auf bereits angekündigte Demonstrationen und Proteste lenken müssen und benötigen für diese Aufgabe laut eigener Aussage ihre volle polizeiliche Kapazität, auch mit Hinblick auf die darauffolgenden Tage. Kurz nach Erdogans Besuch wird in Berlin auch der Tag der Deutschen Einheit gefeiert.


Das Spiel des Rekordmeisters gegen Hertha BSC Berlin würde nach derzeitigem Stand am 28. September um 20:30 Uhr stattfinden.