​Es war ein Schockmoment für Simon Zoller und auch Köln-Trainer Stefan Ruthenbeck musste seine Pläne schnell ändern: der Stürmer musste in der vergangenen Partie gegen Hertha BSC Berlin schon nach etwas mehr als 20 Minuten ausgewechselt werden. Gegenüber dem kicker verriet der Angreifer, dass er am nächsten Spieltag gegen den FC Schalke 04 unbedingt spielen will und erklärte, dass er den Unmut vieler Fans verstehen könne.


Hertha BSC v 1. FC Koeln - Bundesliga

Vorzeitiges Ende gegen die Hertha: im Duell mit den Schalkern will Zoller unbedingt wieder fit sein


Ein 1:2 gegen Hertha BSC Berlin hat die Situation des 'Effzeh' noch weiter verschärft. In der Tabelle rutschte man auf den 18. Tabellenplatz ab und steht nun wieder hinter den Hamburgern. Vier Spiele sind noch zu absolvieren, sechs Punkte trennen die Kölner vom Relegationsplatz, auf dem derzeit der FSV Mainz 05 steht. Simon Zoller hätte in der Partie gegen die Berliner für Elan über die Seite sorgen können, doch eine Verletzung bereitete dieser Möglichkeit ein jähes Ende.


Die Hoffnungen auf einen Einsatz gegen die Schalker am kommenden Wochenende hat Zoller aber noch nicht aufgegeben. "Ich war am Sonntag zur Untersuchung in der MediaPark Klinik, wo es zum Glück Entwarnung gab. Es ist nichts Strukturelles. Wir schauen jetzt von Tag zu Tag, wie sich die Beschwerden entwickeln. Ich bin zur Behandlung am Geißbockheim und hoffe, dass ich vielleicht schon wieder am Sonntag spielen kann", wird der Angreifer zitiert, der in der Liga 16-mal für die Kölner auflief, zwei Tore erzielte und eines vorbereitete.

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Die Kölner Fans erleben eine Horror-Saison ihres Vereins - Zoller kann den Unmut verstehen


Während er den Fokus also schon auf den 31. Spieltag und ein kompliziertes Spiel gegen Schalke lenkt, das nach dem Sieg im Revierderby mit Rückenwind antreten wird, äußerte sich Zoller auch zur Situation um die vielen frustrierten Kölner Fans, die ihrem Unmut immer häufiger und deutlicher Luft machen. Dafür bringt er Verständnis auf. "Seit ich hier bin, ist der Support der Fans fast immer positiv - auch jetzt in schlechten Zeiten."


!Die Fans honorieren Spieler, bei denen sie das Gefühl haben, dass sie alles für den Verein geben und sich auch dann zerreißen, wenn es aussichtslos scheint und nicht alles funktioniert. Nichtsdestotrotz haben die Fans das Recht dazu, auch ihren Unmut zu zeigen. Sie bezahlen Geld, nehmen viele Reisen auf sich und erleben dann eine solche Saison", so Zoller. Ob er am kommenden Sonntag um 18:00 Uhr dafür sorgen kann, dass die Fans wieder jubeln, wird sich zeigen.