In Köln glaubt man, dass Markus Anfang bereits einen Dreijahresvertrag beim Effzeh unterschrieben hat. In Kiel will man von einer Einigung aber nichts wissen. "Nichts dran" sei an den Gerüchten um den Erfolgscoach der Störche, sagt Holstein-Sportchef Ralf Becker.


Holstein Kiel hat einem Bericht über den bevorstehenden Abgang von Erfolgscoach Markus Anfang widersprochen. "Da ist nichts dran“, sagte der Sport-Geschäftsführer des Zweitligisten Ralf Becker am Montag der Deutschen Presse-Agentur (dpa). "Wir sehen keinen Grund, uns zu irgendwelchen Spekulationen zu äußern", so der 47-Jährige weiter.


Das Kölner Boulevard-Blatt Express hatte am Sonntagabend geschrieben, der ​Effzeh habe sich bereits mit dem Störche-Trainer auf eine Zusammenarbeit geeinigt. Demnach habe Anfang ab Sommer einen Dreijahresvertrag bis 2021 unterschrieben. Kiel soll eine Ablöse von rund einer Million Euro erhalten.

Der 43-Jährige steht dort noch bis 2019 unter Vertrag. Dieser ist allerdings nur für das Unterhaus gültig. Mit Holstein war Anfang in seinem ersten Jahr direkt der Aufstieg in die Zweite Liga gelungen und darf jetzt sogar vom Durchmarsch in die Bundesliga träumen. Die Kieler rangieren derzeit auf Relegationsrang drei und haben nur zwei Zähler Rückstand auf den Zweiten 1. FC Nürnberg. 

DSC Arminia Bielefeld v Holstein Kiel - Second Bundesliga

Sieht kein Grund sich zu äußern, tut es aber doch: Kiel-Sportchef Ralf Becker dementiert Einigung zwischen Markus Anfang und dem 1. FC Köln.



Holstein-Sportchef Becker nahm auch Stellung zu einem angeblichen Interesse an HSV-Interimscoach Christian Titz. Im Zuge des Anfang-Wechsels war Titz als möglicher Nachfolger ins Spiel gebracht worden. "Christian hat eine wahnsinnig schwere Situation mit seiner Mannschaft beim Hamburger SV zu bestehen. Da hat er anderes zu tun, als mögliche Vereinswechsel zu diskutieren“, blockte Becker ab, gab aber zu, sich mit Titz vor längerer Zeit unterhalten zu haben. "Das hatte aber nichts mit der gegenwärtigen Situation zu tun“, versicherte er.